Drei Autorinnen beim Stückewettbewerb ausgezeichnet

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Hofbauer Florentina

Öffentliche Preisverleihung am 2. Juli im Theater KOSMOS

Der dieses Jahr zum ersten Mal vom Theater KOSMOS ausgeschriebene Kosmodrom Stückewettbewerb zum Thema „Wer Gewalt sät“ brachte zahlreiche Einsendungen von jungen AutorInnen und TheatermacherInnen. Die insgesamt achtzehn Texte aus dem deutschsprachigen Raum wurden vergangenen Montag anonymisiert von der siebenköpfigen Jury bestehend aus Ingrid Bertel (ORF Vorarlberg Kultur), Christa Dietrich (VN, Kultur), Danielle Fend-Strahm (café fuerte), Wolfgang Mörth (Autor und Literatur Vorarlberg), Stephan Kasimir (Kurator Kosmodrom), sowie Hubert Dragaschnig und Augustin Jagg (beide Theater KOSMOS) besprochen und bewertet.

Als Siegertext überzeugt hat die gesamte Jury der Text „Limbus“ von Florentina Margarita Hofbauer. „Im äußersten Kreis der Vorhölle reden zwei Frauen Klartext. Als Tochter die eine, als Ehefrau die andere, sind sie in den Sog der Gewalt geraten, schuldlos Mitschuldige an gesellschaftlicher und familiärer Gewalt.“ So Jurymitglied Ingrid Bertel. Die Wiener Autorin, Jahrgang 1992 „deckt Zusammenhänge auf, gibt ihnen eine weibliche Perspektive – lustvoll, spielerisch, erleuchtend. Gerade weil irgendwann das letzte Licht verlöscht.“ Hofbauer wird bei der öffentlichen Preisvergabe am 2. Juli im Theater Kosmos das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro überreicht, die Uraufführung des Textes steht im Herbst am Programm.

Spontan wurde dank der zahlreichen qualitativ hochwertigen Texte entschieden, dass auch ein zweiter Platz vergeben werden sollte. Dieses Stück wird im Rahmen eines Kosmodrom-Weekends am Theater KOSMOS aufgeführt. Der Text „Eine geschlossene Tür und davor
und dahinter oder Gutenachtgeschichten“ von der bereits bekannten Bregenzer Kosmodrom Autorin Katharina Klein (Jahrgang 1996) fand einheitliche Zustimmung der Jury. Die „schöne, poetische, eigene Sprache und vielschichtige Figuren in diesem Stück, machen Freude auf mehr“, so Jurymitglied Danielle Fend-Strahm.

Eine Sonderstellung fand der Text „B.S.K.“ von der aus Klaus stammenden Annabella Gmeiner, Jahrgang 1989. Die Jury befand diesen als „wunderbares Jugendstück, … starke Kinderfiguren … spritzig geschrieben“. Die Direktoren des Theater KOSMOS wollen in diesem Sinne dieses Stück gemeinsam mit einer Schulklasse auf die Bühne bringen.

Die drei Autorinnen werden am 2. Juli um 20 Uhr bei einer öffentlichen Preisverleihung in Anwesenheit der Jury und Landesrätin Katharina Wiesflecker geehrt.

Gmeiner Annabella
Klein Katharina