Kunstbiennale: Liechtenstein tritt in Venedig auf

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Im Jahr 2019 präsentiert sich Liechtenstein zum dritten Mal anlässlich der Kunstbiennale in Venedig. Im Auftrag der liechtensteinischen Regierung, in Zusammenarbeit mit der liechtensteinischen Künstlervereinigung visarte.liechtenstein und dem renommierten Kurator Georg Schöllhamer organisiert das Kunstmuseum Liechtenstein am Eröffnungswochenende der Biennale ein internationales Symposium zum Thema «Kunst im Datenraum».

Nach einer Ausstellung im Jahr 2015 und einem Symposium im Jahr 2017, das sich Museen und ihrer Rolle im Wandel der Zeit widmete, fokussiert das Symposium im Jahr 2019 auf die Digitalität im Bereich der Kunst. Der digitale Wandel beschäftigt das Kunstmuseum Liechtenstein bereits seit dem vergangenen September, fand doch der erste liechtensteinische Digitaltag im Kunstmuseum statt, unter anderem mit einer Paneldiskussion zum Thema «Digitalität – Kunstmuseum – Besucher».
Liechtenstein nutzt die internationale Präsenz des kunstinteressierten Publikums während des Eröffnungswochenendes der Biennale, um am 11. Mai um 11 Uhr zum traditionellen „Liechtenstein Brunch“ einzuladen. Anschliessend folgt eine Performance der liechtensteinischen Künstlerin Martina Morger und Wassili Widmer und danach das internatioale Symposium mit dem Titel „Kunst im Datenraum“. Stattfinden wird der liechtensteinische Auftritt im Museum Correr direkt am Markusplatz in Venedig.
Die Digitalisierung greift immer tiefer in die Realität ein. Davon bleibt auch der Kunstraum nicht unberührt. Was bedeutet Digitalisierung für die Arbeit von Künstlern und Kuratoren? Wie beeinflusst sie den Ausstellungsraum selbst und die Wahrnehmung und Form dessen, was in ihm zur Aufführung kommt, wie die Beziehung seiner Besucher zu beidem? Diese und weitere Fragen werden in einer Reihe von Dialogen von internationalen Experten aus Paris, New York, London, Belgrad, Leuven, Amsterdam, Berlin, Basel und Wien diskutiert.
Die Künstlervereinigung visarte.liechtenstein hat sich bereit in den Vorbereitungsarbeiten zum Symposium aktiv eingebracht, insbesondere bei der Erarbeitung der Fragen an die renommierten Experten. Weiter wird das Kunstschaffen der liechtensteinischen Künstler während der gesamten Veranstaltung im „Liechtenstein Pavillon“ sichtbar sein.
Die Erkenntnisse und Erfahrungen des liechtensteinischen Auftrittes in Venedig werden im September 2019 nach Liechtenstein zurückgetragen, wenn am 3. September der zweite Digitaltag im Kunstmuseum Liechtenstein stattfinden wird. So erhalten all diejenigen, welche nicht am Symposium in Venedig teilnehmen können, die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch vor Ort. An diesem Tag wird auch die Dokumentation des Symposiums erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Liechtenstein Brunch:

11.00 – 12.30 Uhr
Symposium: 
12.30 – 17.00 Uhr
Museum Correr, Piazza San Marco, 30124 Venedig
Programm
Brunch: 11.00 Uhr
Begrüssung: 12.15 Uhr
Janine Köpfli, Regierung des Fürstentums Liechtenstein Friedemann Malsch, Direktor Kunstmuseum Liechtenstein
Performance: 12.30 Uhr
Digital Natives | Martina Morger and Wassili Widmer
Kunst in der Zeit algorithmischer Regime: 13.00 Uhr
Ein Gespräch zwischen Lev Manovich (City University New York) und Ben Vickers (Serpentine Galleries, London) Gastgeberin: Sabine Himmelsbach (Haus der elektronischen Künste, Basel)
Der unrechenbare Raum – Eine andere Zukunft des Museums: 14.00 Uhr
Geert Lovink (Institute of Network Cultures, Amsterdam), Antonia Majaca (Technische Universität Graz) und Vladimir Jerić Vlidi (Medientheoretiker, networkfailure.net, Belgrad) im Trialog
Kaffeepause: 15:00 Uhr
Code und Blick – Wahrnehmung in der digitalen Agora: 15.30 Uhr
Betrachtungen von Sybille Krämer (Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland) und Bernard Stiegler (Centre Pompidou Paris) Einleitende Fragen von Georg Schöllhammer (Kurator, Herausgeber springerin)
Finale Intervention: 16.30 Uhr
Antoinette Rouvroy (Universität Namur, Belgien)
Schlussworte und Verabschiedung: 17.00 Uhr
Um Anmeldung wird gebeten unter info@kunstmuseum.li
Weitere Informationen unter www.artindataspace.net, www.kunstmuseum.li