Uni Liechtenstein: Sechs Aussichtstürme

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Bild: Modelle der Aussichtstürme werden am Samstag am Dorfplatz Schaan aufgerichtet. Foto: Universität 

Aufrichtung der ersten Modelle
am Samstag in Schaan

Das Institut für Architektur und Raumentwicklung der Universität Liechtenstein entwickelt gemeinsam mit zwei Architekturschulen aus Norwegen und Holland im Rahmen des internationalen Erasmus+ Programms «Wood: Structure & Expression» zusammen mit der Frommelt Zimmerei und Ing. Holzbau AG, Schaan, einen Aussichtsturm für die Region.

Erste Modelle werden am kommenden Samstag auf dem Rathausplatz Schaan aufgerichtet.Holz besetzt eine zentrale Stellung in der alpinen Baukultur der letzten Jahrhunderte und im Speziellen im Regionalraum Rheintal, Liechtenstein, Ostschweiz und Vorarlberg. Vor dem Hintergrund der Diskussion um Suffizienz, graue Energie in der Bauproduktion und regionale Wertschöpfung interessieren aktuell wieder die Eigenheiten dieses heimischen Werkstoffs. Mit den modernen maschinellen Prozessen sind heute Holzverbindungen machbar, die früher von Hand hergestellt wurden.

Das Zusammenkommen von Dozierenden der drei Partneruniversitäten aus den Bereichen Entwurf, Konstruktion und Baustatik bereichert das Projekt und bietet eine wichtige Bandbreite an Wissen und Erfahrungen. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Frommelt Zimmerei und Ing. Holzbau AG durchgeführt, die mit dem Institut für Architektur und Raumentwicklung der Universität Liechtenstein eine langjährige Kooperation in Forschungsprojekten, in der Durchführung von Workshops und in der Erstellung von experimentellen Bauten unter Mitwirkung der Studierenden verbindet.

Modelle auf dem Dorfplatz

In einem Workshop, der zurzeit an der Universität Liechtenstein und in der Werkhalle der Zimmerei Frommelt stattfindet, wird das Potenzial von Holzbaustrukturen im Modellen und Prototypen erkundet. Zur Schlusspräsentation werden von den Studierenden am Samstag, 22. März 2019, auf dem Dorfplatz Schaan sechs rund sieben Meter hohe Turmmodelle aufgerichtet und gebührend gefeiert. (Heike Esser)