Kultur lebt in Mauren

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Kulturbericht 2018 und Vorschau 2019

Das vergangene Jahr war gleich von mehreren Grossanlässen geprägt. Zwar dominierte das Thema LIHGA sicherlich das zurückliegende Jahr, doch wer meint, dass dies das einzige Highlight des Jahres war, der irrt. Denn 2018 war auch das erste Jahr, in dem das frisch ausgearbeitete Kulturleitbild mit Leben gefüllt wurde.

Die beiden Kulturtreffs konnten für die Informationsweitergabe aus erster Hand und einen offenen Austausch in gemütlicher Atmosphäre genutzt werden. Während die Teilnehmer im März über die LIHGA-Vorbereitungen, den Kulturtag und den Neuzuzügertag informiert wurden, hielt beim September-Termin die Datenschutzbeauftragte des Landes, Marie-Louise Gächter, einen Vortrag zur neuen Datenschutzgrundverordnung. Bei den jeweils im Anschluss offerierten Imbissen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, um sich untereinander auszutauschen.

Ein voller Erfolg war auch der Neuzuzügertag Ende September, an dem rund 70 Personen teilnahmen. Der aktive Einbezug zahlreicher Dorfinstitutionen und Dorfvereine und die gut präsentierten Kurzvorstellungen sorgten dafür, dass die Teilnehmer nochmals einen ganz anderen Eindruck ihrer neuen Wohngemeinde erhielten. Und das sogar auch dann, wenn sie bereits über ein Jahr in der Gemeinde ansässigwaren.

Gastgemeindeauftritt an der LIHGA
Mit dem Gastgemeindeauftritt an der LIHGA erhielt die Gemeinde Mauren auch die Chance, ihr vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot ausserhalb der Gemeindegrenzen zu präsentieren. So war von Anfang an angedacht, Dorfvereine, Kulturschaffende und Dorfinstitutionen in das LIHGA- Programm einzubinden. Dies gelang auf eindrückliche Art und Weise mit dem gemeinsamen Aufbau der Murer-Halle, im Zuge dessen tatkräftig Hand angelegt wurde. Ebenso hinterliess der Standauftritt des MuseumMura zum Thema Holz und Holzbearbeitung bei den LIHGA-Besuchern einen bleibenden Eindruck. Ein toller Einsatz der Betriebsgruppe und beste Werbung für das Museum. Für gute Unterhaltung sorgte mit Sicherheit auch der Murer-Obed am Tag der Eröffnung, zu dessen Erfolg der Musikverein, der Männerchor, die Pussy Lovers, DJ Dany_B_Goode und Moderator Leander Marxer massgeblich beitrugen. Und auch das Kulturprogramm, das auf der Bühne im Murer-Zelt angeboten wurde, erhielt Beachtung – wenn auch nicht so viel, wie gewünscht. Der Gastgemeindeauftritt forderte das Zusammenspiel vieler Kräfte und so konnte am Ende mit vereinten Kräften ein ebenso eindrücklicher wie sympathischer Eindruck hinterlassen werden.

Kulturprogramm 2018
Parallel zu all diesen Anstrengungen galt es natürlich auch 2018 ein ansprechendes Kulturprogramm im Kulturhaus Rössle und dem MuseumMura anzubieten. Während im Museum bewährte Veranstaltungen wie das „ReisezielMuseum“ und die „Lange Nacht der Museen“ fortgesetzt wurden, gab es im Kulturhaus Rössle viel Neues zu erleben. So brachte beispielsweise die 2.Triennale der Bildenden Kunst von Ende August bis Anfang Oktober zeitgenössische Kunst aus Liechtenstein ins Haus. Sunhild Wollwage beehrte uns anlässlich ihres 80. Geburtstages mit einer grossen Einzelausstellung, in der zahlreiche Werke gezeigt wurden, die während 17 Jahren im Rössle entstanden oder extra für diese Ausstellung geschaffen wurden. Der Verein „Pro Rössle“ nutzte das Haus für sein Musikkarussell. Und zahlreiche externe Fremdnutzungen brachten immer wieder Menschen ins Haus, die noch nie da waren. Darüber hinaus wurde ein bunter Mix an Veranstaltungsarten aller Kultursparten angeboten, aus dem Konzerte, Theateraufführungen, Literaturveranstaltungen und diverse Feste resultierten. Darüber hinaus beteiligte sich die Gemeinde Mauren am Tag der offenen Kirchtürme, einem Anlass im Zuge des Europäischen Kulturerbejahres, und gewährte externen Künstlern (VoVo, Stella Brass) das Gastrecht zu Sonderkonditionen.

Kulturjahr 2019
Nun steht das Kulturjahr 2019 in den Startlöchern. Auskunft über alle bereits fixierten Kulturanlässe geben die Homepages www.kulturhaus.li und www.museummura.li sowie die Agenda auf der Gemeindehomepage. Neben den diversen Anlässen zum 300-Jahr-Jubiläum des Landes gilt es das Kulturleitbild weiter zu leben. Termine für die zwei Kulturtreffs sowie den Neuzuzügertag wurden bereits fixiert. Offen ist noch der Erarbeitungsprozess für die Profilschärfung des Kulturhauses und die Lancierung eines neuen Projektes, das vorallem das eigene kreative Tun in der Gemeinde fördern soll.

Die neue Sonderausstellung im Museum rückt die Anfänge der Kulturgütersammlung in den Fokus der Aufmerksamkeit und mit der Online-Schaltung der Inventarisierungssoftware „MuseumPlus“ wird ein weiterer wichtiger Schritt in der gegenseitigen Vernetzung heimischer Kulturinstitutionen gemacht. Zudem wird man im Museum weiterhin gefordert sein, die Sammlungstätigkeit klarer zu definieren und die Sammlungsbestände für zukünftige Generationen zu sichern. Das Einarbeiten des neuen Betriebsleiters und die damit einhergehende Neustrukturierung der Betriebsgruppe sind weitere Herausforderungen, die dieses Jahr auf das Museumzukommen.

Antrag
Kenntnisnahme der schriftlichen und mündlichen Ausführungen der Kulturbeauftragten Elisabeth Hupmann und Verdankung der geleisteten Kulturarbeit im Berichtsjahr2018.

Beschluss
Gemäss Antrag einstimmig.