«Klinik in Bendern erfüllt alle Anforderungen»

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Die Selemad Immobilien Anstalt nimmt Stellung -Landesspital: Infos über Angebote und Vorteile der Variante «Bendern»

 

Im Rahmen der Evaluierung von diversen Möglichkeiten zur Erneuerung der Spitalinfrastruktur für das Liechtensteinische Landesspital stand von Anfang an das neue, moderne Klinikgebäude in Bendern ebenfalls im Fokus.

Nachdem der Bericht und Antrag der Regierung an den Landtag betreffend einem „neuen Landesspital“ seit Ende Januar öffentlich vorliegt, sind verschiedene Fragen aufgekommen, die sich mit den bestehenden Möglichkeiten sowie den damit verbundenen Vorteilen des Standortes im Liechtensteiner Unterland befassen. Zu der im Bericht und Antrag der Regierung dargelegten Variante „Bendern“ sowie zu den weiteren Angeboten, die auf Wunsch der Regierung an das Ministerium für Gesellschaft eingereicht wurden, wird nachfolgend Stellung genommen.


Angebote und Erweiterungspotenziale am Spitalstandort in Bendern
Mit dem Ministerium für Gesellschaft wurden seit mehreren Monaten Gespräche geführt. So wurde auf Wunsch des Ministeriums sowie auf Basis einer ersten Grobplanung des Landesspitals bereits am 10. Oktober 2018 ein umfassendes Angebot für die künftigen Nutzungsmöglichkeiten unterbreitet. Dem Angebot wurde die damalige Grobplanung des Landesspitals zugrunde gelegt. Die Anforderungen an das Raumprogramm wurden darin mit einem Um- und Ausbau der bestehenden Flächen sowie einem Anbau für die Notfallstation erfüllt. Das Verkaufsangebot für die gemäss dieser Planung schlüsselfertig ausgebaute Spitalinfrastruktur betrug 44.5 Mio. Ergänzend wurden auch eine temporäre Vermietung für fünf Jahre sowie eine langfristige Vermietung im voll ausgebauten Zustand angeboten.

Standort Bendern erfüllt Anforderungen zu 100 %
Im Zuge der weiteren Varianten-Evaluation durch das Ministerium für Gesellschaft resultierten für das geplante „ideale Spital“ deutlich höhere Flächenanforderungen. Um diesen wesentlich erweiterten Raum- und Flächenansprüchen gerecht zu werden, wurde am 24. Januar 2019 erneut ein adäquates Angebot unterbreitet. Das Angebot zeigt deutlich auf, dass mit zusätzlichen Erweiterungsbauten die neu definierten, erhöhten Raum- und Flächenanforderungen zu 100 % erfüllt werden können – dies zu Gesamtkosten von 55.95 Mio. Rechnet man die seitens des Ministeriums kalkulierten Kosten für die medizinische Ausstattung sowie den Abbruch des heutigen Landesspitals analog zu den anderen geprüften Varianten hinzu, resultieren für die Variante „Bendern“ Gesamtkosten von rund 64.5 Mio. Darüber hinaus würde unter Berücksichtigung der bestehenden baurechtlichen Vorgaben zusätzliches Erweiterungspotenzial von rund 20 % bestehen.

Am Standort Bendern wäre trotz bestehender Strukturen eine sehr gute – auf die künftigen Betriebsprozesse ausgerichtete – Spitalinfrastruktur realisierbar. Die im Bericht und Antrag von der Regierung vertretene Rechtsansicht, dass ein schlüsselfertiger Kauf auf Basis des ÖAWG nicht möglich sei, ist nicht nachvollziehbar. Vielmehr würde dieses Vorgehen eine kosteneffiziente sowie beschleunigte Realisierung ermöglichen, was im Sinne der öffentlichen Hand wie auch der Bevölkerung ist.

Zeitgewinn ist entscheidend für starke Positionierung am Markt
Überregional betrachtet ist die Spitallandschaft derzeit stark in Bewegung. Insbesondere in Grabs wird aktuell massiv in eine neue Spitalinfrastruktur investiert. Damit sich die inländische Spitallandschaft künftig im regionalen Wettbewerb behaupten und erfolgreich positionieren kann, ist der Faktor Zeit entscheidend. Im Vergleich zu einer Neubauvariante bedeutet der Bezug einer bestehenden topmodernen Spitalinfrastruktur – welche im Liechtensteiner Unterland mit bester Verkehrserschliessung bereit steht und erweitert werden kann – ein massiver Zeitgewinn von drei bis vier Jahren. Dies ist ein wesentlicher Vorteil, welcher zugunsten einer frühzeitigen und starken Positionierung am Markt genutzt werden kann.

Der Standort Bendern bietet eine sehr gute Möglichkeit zu einer raschen, pragmatischen und kosteneffizienten Erneuerung der Spitalinfrastruktur des Liechtensteinischen Landesspitals. Ob diese Variante eine politische Berücksichtigung findet, steht nicht im Einflussbereich der heutigen Eigentürmer. Parallel zur politischen Diskussion wird eine andere Nutzung des Gebäudes geprüft.