Gefahren am Arbeitsplatz erkennen

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Robert Hassler zieht positive Bilanz über die Kampagne für den Gesundheitsschutz

Rückblick zur Kampagne der Europäischen Agentur für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: Gefahren am Arbeitsplatz erkennen

Liechtenstein hat in diesem Jahr erstmals an der Kampagne der Europäischen Agentur für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) teilgenommen. Das Thema der Jahre 2018/2019 ist „Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben.“ Unterstützt wurde die Durchführung durch das Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport. Für die Organisation war Robert Hassler, Leiter des Fachbereichs Arbeitsinspektorat beim Amt für Volkswirtschaft, zuständig. Er zieht eine positive Bilanz.

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (European Agency for Safety and Health at Work) ist innerhalb der Europäischen Union für die Information über die in der Agenturbezeichnung genannten Themen zuständig. Zu diesem Zweck führt die EU-OSHA seit dem Jahr 2000 Informationskampagnen in europäischen Staaten durch. Liechtenstein war mit der Teilnahme 2018 erstmals in eine Kampagne der EU-OSHA integriert. Unter dem Titel „Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“ wurden durch Veranstaltungen und Beiträge Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Liechtenstein sensibilisiert.

Lanciert wurde die Kampagne im Frühjahr dieses Jahres. „Im April machten wir mit einer Medienkonferenz den Auftakt zur Kampagne. Seitens der EU-OSHA war Lothar Lieck zu Gast, der die Kampagnenziele erläuterte“, erinnert sich Hassler. „Mit einem Anlass in der ersten Jahreshälfte widmeten wir uns dem Coiffeurgewerbe. Ein Vertreter der SUVA konnte den Branchenvertretern aufzeigen, welche Gefahren ihr Arbeitsplatz birgt und er gab die Empfehlung, die Hände möglichst mit dünnen Handschuhen zu schützen. Sehr guten Anklang fand auch die Veranstaltung in der zweiten Jahreshälfte, die sich an einen breiten Kreis von Branchen richtete und anhand von Beispielen auf versteckte Gefahren hinwies“, ergänzt der Arbeitsinspektor.

Mit Ende dieses Jahres blickt Liechtenstein auf die erste gemeinsame Kampagne mit der EU-OSHA zurück. Die Rückmeldungen der Kampagnenteilnehmer und Partner seien immer positiv gewesen, so Robert Hassler. Die Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz sei in Europa viel häufiger als gemeinhin bekannt. Gefährliche Substanzen bei der Arbeit könnten nicht nur eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen und Krankheiten verursachen, sondern stellten auch Sicherheitsrisiken dar. „Es ist in jedem Fall wichtig, dass wir jede Gelegenheit nutzen, um auf die Gefahren am Arbeitsplatz hinzuweisen. Ich persönlich ziehe positive Bilanz“. Und zum Abschluss meint Hassler mit Nachdruck: „Wenn wir nur einen Schaden abwenden konnten, hat sich die Sache schon gelohnt.“