Öffentlicher Abschluss des Interreg-Projekts „Vier Länder Netzwerk“

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Patricia Schulz hält Vortrag zur UNO-Frauenkonvention 

Länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Gleichstellung von Frau und Mann abgeschlossen

Vaduz – Am Donnerstag, 29. November um 18.00 Uhr wird im Landesmuseum in Vaduz das Interreg-Projekt „Vier Länder Netzwerk“ abgeschlossen. Dem „Vier Länder Netzwerk“ gehören Vorarlberg, Graubünden und Liechtenstein sowie der Bodenseekreis Friedrichshafen und die Stadt Konstanz an. Das Netzwerk entwickelte sich aus der langjährigen Zusammenarbeit im Vier-Ländereck.

Der Ausgangspunkt der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Bereich der Gleichstellung von Frau und Mann liegt in den frühen 90er-Jahren. 1997 wurde ein erstes grosses gemeinsames Projekt durchgeführt: die Drei-Länder-Bodensee-Konferenz.

Seit 1999 nutzen die Gleichstellungsstellen von Liechtenstein, Vorarlberg, Graubünden, Konstanz und dem Bodenseekreis das Interreg-Programm, um Projekte zur Gleichstellung von Frau und Mann gemeinsam durchzuführen und zu verankern. Dazu zählen Projekte wie „Jump in“ – Erweiterung der Berufswahl für Mädchen, „Grenzen überschreiten – Grenzen setzen“ zum Thema Gewalt, „Frauenleben 50+“ , das Projekt „Drei-Ländergender“ zum Thema Implementierung von Gender Mainstreaming in die Verwaltungen und das Projekt „betrifft:rollenbilder“, das den Abbau von Rollenstereotypen zum Ziel hatte, und das erst kürzlich abgeschlossene Projekt „betrifft: Frauen entscheiden“.

„Vier Länder Netzwerk“

Die institutionelle Frauen- bzw. Gleichstellungsarbeit der Behörden/Regierungen hat in den vier Ländern eine unterschiedlich lange Tradition. Die Strukturen im Frauen- und Gleichstellungsbereich haben die letzten Jahre in einigen der beteiligten Länder einen tiefgreifenden Wandel erfahren. Mit dem Interreg-Projekt „Vier Länder Netzwerk“ wurde der Wandel aufgezeigt und analysiert. In Workshops mit den Gleichstellungsstellen wurden gemeinsame Ziele und mögliche Handlungsfelder erörtert, die in naher Zukunft gemeinsam angegangen werden sollen. An der Abschlussveranstaltung am 29. November wird aufgezeigt, wie die künftige Zusammenarbeit aussehen soll.

Vortrag zur UNO-Frauenkonvention

Für den Vortrag an der Abschlussveranstaltung konnte eine Expertin aus dem Bereich Gleichstellung auf nationaler und internationaler Ebene gewonnen werden: Patricia Schulz, Rechtsanwältin, Mitglied des UN-Fachausschusses zum UNO-Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) und ehemalige Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann. Ihr Vortragsthema lautet: „Rechte der Frauen in einer globalisierten Welt- Der Blick aus dem CEDAW-Ausschuss, seiner Arbeit und seinen Herausforderungen“. Patricia Schulz wird u.a. aufzeigen, welche Aufgaben der UNO-Ausschuss wahrnimmt, welche Rolle den Nichtregierungsorganisationen in der Arbeit des Ausschusses zukommt und mit welchen Herausforderungen die UNO aktuell konfrontiert ist.

Die Abschlussveranstaltung ist öffentlich: Anmeldungen werden unter info@cg.llv.li oder unter Tel. +423 236 60 60 gerne entgegengenommen. (ikr)