Voranschlag 2019: 55 Mio. Franken Gewinn erwartet

1930
Das Staatsvermögen Liechtensteins beträgt derzeit über 2 Milliarden Franken.

 

Regierung erwartet erneute Verbesserung des Ergebnisses

Vaduz- Die Regierung hat den Landesvoranschlag 2019 und das dazugehörige Finanzgesetz verabschiedet. Für das kommende Jahr budgetiert die Regierung ein positives Jahresergebnis in der Erfolgsrechnung in Höhe von CHF 55 Mio. Dies entspricht einer Verbesserung gegenüber dem Voranschlag 2018 um CHF 34 Mio. Die Gesamtrechnung weist einen prognostizierten Mittelzufluss von CHF 61 Mio. aus.

Betriebliches Defizit wird weiter reduziert

Bei den betrieblichen Erträgen wird ein Gesamtvolumen von CHF 799 Mio. veranschlagt. Dies entspricht im Vergleich zum Voranschlag 2018 einer Zunahme von 5.1%. Die Steuern und Abgaben in Höhe von CHF 726 Mio. liegen 4.7% über dem letzten Voranschlag. Auf der Aufwandseite rechnet die Regierung mit einer Zunahme von 2.0% auf CHF 831 Mio.

Aufgrund der geplanten Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen mit Tablets und Notebooks steigen die Sachaufwendungen deutlich an. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit zeigt einen Aufwandüberschuss in Höhe von CHF 32 Mio.

Dieser kann gegenüber dem letztjährigen Voranschlag deutlich verbessert werden. Unter Einbezug des Finanzergebnisses in Höhe von CHF 87 Mio. ergibt sich ein positives Jahresergebnis in der Erfolgsrechnung von CHF 55 Mio.

Gesamtrechnung schliesst mit Mittelzufluss

Das Bruttoinvestitionsvolumen beläuft sich im kommenden Jahr auf CHF 46 Mio. und liegt somit in etwa auf dem Niveau des letztjährigen Voranschlags. Nach Abzug der prognostizierten investiven Einnahmen werden für 2019 Nettoinvestitionen in Höhe von CHF 32 Mio. budgetiert. Zusammenfassend ergibt sich aus dem Jahresergebnis der Erfolgsrechnung und den Nettoinvestitionen, unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf das Vermögensverwaltungen, in der Gesamtrechnung ein budgetierter Mittelzufluss von CHF 61 Mio.

Erfreuliche Ertragsentwicklung auch im laufenden Jahr

Für das laufende Jahr erwartet die Regierung ein positives Jahresergebnis in der Erfolgsrechnung in Höhe von CHF 66 Mio., während für den Voranschlag 2018 noch ein Ertragsüberschuss von CHF

20 Mio. veranschlagt wurde. Höhere betriebliche Erträge und tiefere betriebliche Aufwendungen tragen zu dieser Verbesserung bei. Auch das Finanzergebnis wird um CHF 9 Mio. höher prognostiziert, wobei dieses aufgrund der bekannten Volatilität der Finanzmärkte mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet ist. Unter Berücksichtigung von deutlich tieferen Nettoinvestitionen schliesst die Gesamtrechnung im laufenden Jahr voraussichtlich mit einem Mittelzufluss von CHF 81 Mio. ab. Dieser liegt somit deutlich über dem für 2018 budgetierten Mittelzufluss in Höhe von CHF 35 Mio. (Markus Biedermann)

 


 

Finanzplanung 2019-2022

 

Alle finanzpolitischen Eckwerte können eingehalten werden

Vaduz – Die Finanzplanung 2019 bis 2022 wurde von der Regierung an ihrer Sitzung vom 25. September 2018 verabschiedet. Die Finanzplanung stellt, aufbauend auf dem Voranschlag 2019, die mittelfristige Entwicklung des Staatshaushaltes in den kommenden vier Jahren dar. Bei einer plankonformen Entwicklung der unterlegten Prämissen können alle finanzpolitischen Eckwerte eingehalten werden.

Positive Jahresergebnisse in der Finanzplanungsperiode

Über die Finanzplanungsperiode steigen die betrieblichen Erträge auf CHF 826 Mio., was einer durchschnittlichen Zunahme von 1.1% entspricht. Die betrieblichen Aufwendungen betragen am Ende der Planungsperiode CHF 845 Mio., dies entspricht im Vergleich zum Voranschlag 2019 einer Zunahme um CHF 14 Mio. Die gestiegenen Aufwände sind v.a. auf die Umsetzung von Projekten in Anlehnung an das Regierungsprogramm zurückzuführen. Der Aufwandüberschuss aus der betrieblichen Tätigkeit reduziert sich im Verlauf der Finanzplanungsperiode von CHF -32 Mio. auf CHF -19 Mio. Mit Einbezug des Finanzergebnisses kann während der gesamten Finanzplanungsperiode ein positives Jahresergebnis der Erfolgsrechnung erwartet werden. Am Ende der Finanzplanungsperiode geht die Regierung von einem Jahresergebnis von CHF 72 Mio. aus.

Zunehmende Investitionstätigkeit

Die Investitionsrechnung zeigt für die Jahre 2019 bis 2022 ein kumuliertes Bruttoinvestitionsvolumen von CHF 193 Mio. Unter Berücksichtigung der investiven Einnahmen ergeben sich kumulierte Nettoinvestitionen im Umfang von CHF 139 Mio. Dies entspricht im Durchschnitt jährlichen Nettoinvestitionen von CHF 35 Mio. Im Vergleich zu den Vorjahren steigt in der Planungsperiode das Investitionsvolumen im Bereich Hochbau v.a. aufgrund des Neubaus des Dienstleistungszentrums Giessen sowie der Umsetzung der ersten Massnahmen im Zusammenhang mit der Schulbautenstrategie.

Steigende Mittelzuflüsse in der Gesamtrechnung

Die Gesamtrechnung weist über alle Planjahre eine Mittelzunahme auf. Bei einer plankonformen Entwicklung erhöhen sich die, Finanzierungsüberschüsse in der Gesamtrechnung von CHF 61 Mio. im Voranschlag 2019 auf CHF 68 Mio. am Ende der Finanzplanungsperiode.(Markus Biedermann)