Kein Feuerwerk zum Staatsfeiertag in diesem Jahr!

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Beim diesjährigen Staatsfeiertag gibt es wegen der anhaltenden Dürre der letzten Wochen kein Feuerwerk, dafür ein attraktives Showprogramm.

OK-Team von Liechtenstein Marketing mit attraktivem Alternativprogramm

In wenigen Tagen findet der Staatsfeiertag Liechtensteins statt. Ein grosses Thema bei den Vorbereitungen war die Hitze- und Dürrewelle der vergangenen Wochen. Diese führte auch dazu, dass das Feuerwerk dieses Jahr durch ein Alternativprogramm ersetzt wird.

Es ist der grösste Anlass im Fürstentum: der Staatsfeiertag am 15. August. Bis zu 35‘000 Besucher versammeln sich jeweils in Vaduz, um gemeinsam Liechtenstein hochleben zu lassen. Damit dies jedes Jahr problemlos geschehen kann, ist im Hintergrund eine gute Vorarbeit wichtig. Elementare Themen wie Sicherheit und Verkehr müssen geklärt, Vereinsstände organisiert und ein attraktives Rahmenprogramm auf die Beine gestellt werden. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde Liechtenstein Marketing auch 2018 von der Regierung beauftragt, den Staatsfeiertag zu organisieren. In den Wochen vor dem diesjährigen Staatsfeiertag stand in den vergangenen Wochen vor allem die anhaltende Hitze und Dürre im Vordergrund. Die Dürre ist auch der Grund, wieso das Feuerwerk dieses Jahr nicht stattfinden kann.

Entscheidung fiel gestern Donnerstag
Die Entscheidung, das Feuerwerk abzusagen, wurde von den Verantwortlichen einstimmig gefällt. Das Gremium unter der Leitung des Amtes für Bevölkerungsschutz – verstärkt durch den Vaduzer Bürgermeister, sowie Vertreter des Amtes für Umwelt, der Feuerwehren Triesen und Vaduz, der Förster von Triesen und Vaduz, der Bergrettung und Liechtenstein Marketing – traf am Donnerstagabend die Entscheidung, den Höhepunkt des Staatsfeiertags aus Sicherheitsgründen zu ändern. „Wir haben die Entscheidung, das Feuerwerk abzusagen, möglichst lange hinausgezögert, da wir bis zuletzt auf eine Besserung der Feuergefahr gehofft haben“, sagt Fabian Reuteler, Projektleiter Staatsfeiertag. Bereits vor über zwei Wochen wurde die Waldbrandgefahr auf Stufe 5 erhöht, was zu einem allgemeinen Feuerverbot in ganz Liechtenstein führte. Da sich die Situation trotz einiger Gewitter nicht verbessert hat, muss auf das Feuerwerk und die traditionellen Höhenfeuer verzichtet werden.

Ebenfalls vom Feuerverbot betroffen sind einige der Standbetreiber, da aufgrund der Feuergefahr Kohlegrills und offenes Feuer im Allgemeinen verboten wurden. „Gewisse kulinarische Angebote, wie beispielsweise der Ochs am Spiess, können deshalb dieses Jahr nicht angeboten werden“, sagt Reuteler.

5 Projektoren, 75 Speziallampen
Auf eine Show, die den Staatsfeiertag abschliesst, müssen die Besucher aber dennoch nicht verzichten: „Mit Hilfe einer 3D Video Mapping Show wird Schloss Vaduz zur Leinwand für schönsten Bilder aus Liechtenstein“, sagt Fabian Reuteler. Die Besucher des Staatsfeiertags werden so auf eine Reise zu den Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten Liechtensteins genommen. Solche Video Mapping Shows haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen und waren schon in Bern, Berlin und Wien zu sehen.

Um die Show zu ermöglichen, wird Schloss Vaduz von über 75 Lampen und fünf Projektoren beleuchtet werden. Diese werden in und um das Schloss verteilt und während zwei Nächten eingeleuchtet. Die Show wird zudem durch Musik begleitet, die über mehrere Lautsprecher im Städtle Vaduz hörbar sein wird. Ähnliche Projektionen mit Standbildern, waren in Vaduz bereits am Regierungsgebäude und auch schon am Schloss zu sehen. Die Show vom kommenden Staatsfeiertag wird jedoch aus Bewegtbildern bestehen und circa 12 Minuten dauern.

Liechtenstein Marketing hatte bereits im Vorfeld der Entscheidung damit begonnen, nach Alternativprogrammen zu suchen. Die Video Mapping Show wurde dann der Gesamtregierung als Vorschlag unterbreitet, und von dieser genehmigt.

Traditioneller Ablauf mit bewährter Neuerung
Der Staatsfeiertag als solches beginnt wie gewohnt in feierlichem Rahmen um 11.30 Uhr mit dem offiziellen Staatsakt auf der Schlosswiese und den Ansprachen von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und Landtagspräsident Albert Frick. Für die musikalische Umrahmung sorgen der Musikverein Cäcilia Schellenberg und der MGV-Sängerbund Vaduz. Nach dem Staatsakt laden Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie traditionsgemäss die Bevölkerung zum Aperitif beim Schloss Vaduz ein. Vor einem Jahr gab es hier eine grundlegende Änderung: Der Zutritt zum Rosengarten wurde neu über ein Ticketsystem geregelt. Der Zutritt zum Rosengarten wird auch dieses Jahr wieder so geregelt. „Die steigende Anzahl Besucher hatte zur Folge, dass die Liechtensteiner Gäste immer weniger die Möglichkeit hatten, mit der Fürstenfamilie zu sprechen“, sagt Reuteler. „Aus diesem Grund hat das Fürstenhaus beschlossen, dass nur noch Personen mit einem Ticket Zugang zum Rosengarten erhalten.“ Der Zugang zu einem kostenlosen Imbiss im anderen Teil des Schlossgartens ist nach wie vor für jedermann gewährleistet.

Verbesserungen beim Rosengarten-Einlass vorgenommen
Die Codes für den Ticketbezug wurden wie im Vorjahr mit der Broschüre zum Staatsfeiertag verschickt. „Aufgrund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung haben wir die Broschüre dieses Jahr bereits vor Beginn der Sommerferien verschickt, damit jeder die gleiche Chance auf ein Ticket hatte“, so Reuteler. Die ersten 1700 Tickets waren in weniger als drei Stunden vergriffen. Am 6. August standen der Bevölkerung noch einmal 500 Tickets zur Verfügung, die ebenfalls innert kürzester Zeit vergriffen waren.

Um die Wartezeiten beim Einlass zu senken, wurden eine Reihe von Massnahmen beschlossen. Insbesondere die Verdoppelung der Kontrollstellen, die frühere Separierung der Besucher und das Abschaffen der lesefehleranfälligen Mobiletickets werden die Wartezeiten im Gegensatz zum Vorjahr stark verkürzen. „Da die Kapazität des Rosengartens beschränkt ist, kann es trotz Ticket zu gewissen Wartezeiten kommen“, sagt Reuteler. Dies sei, weil mehr Tickets ausgegeben werden, als es Platz im Rosengarten gibt. Damit auch jeder Ticketinhaber die Möglichkeit hat, den Rosengarten zu betreten, bittet das Fürstenhaus, sich nach einiger Zeit wieder in den Bereich vor dem Rosengarten zu begeben, um Platz für weitere Besucher freizumachen.

Für diejenigen, die keine Tickets erhalten haben, werden nach dem Staatsakt wie gewohnt vor dem Schloss Vaduz auch ausserhalb des Rosengarten-Bereichs kostenlose Getränke und Snacks angeboten werden.

Traditionelles Volksfest im Städtle
Um 14 Uhr beginnt schliesslich das grosse Volksfest im Vaduzer Städtle, das für alle Altersgruppen und Geschmacksrichtungen etwas zu bieten hat. Auf die Besucher warten 36 Liechtensteiner Vereine sowie 27 Bands und Showacts aus dem In- und Ausland. Darunter befinden sich die Schwedische Band Mando Diao, die sich bereits mehrfach international in den Chartlisten platzieren konnte, die österreichische Band Folkshilfe, und auch die Einzelkünstlerin Danitsa, die für ihre HipHop und Soul Lieder bekannt ist. Auch die Musical Kids sind wieder mit ¾ von der Partie, ebenso wie die DJs Lopez, Cigarro und Carlos. Zudem sorgen zahlreiche weitere Bands und Showacts auf den insgesamt fünf Bühnen für Stimmung.

Kulturinteressierte können am Staatsfeiertag – mit Ausnahme der Schatzkammer – alle Museen kostenlos besuchen. Auf dem Peter-Kaiser-Platz und beim Frommelt Parkplatz werden zudem Spielzonen für die jüngsten der Staatsfeiertagsbesucher eingerichtet. Nebst einem Riesenrad, einem Kletterturm und dem Fussball-Running sind dort noch weitere Attraktionen zu finden, unter anderem auch die Dino-World, eine thematische Hüpfburg mit Riesenrutsche.

Beinahe unverändertes Sicherheitsdispositiv
Damit der Staatsfeiertag auch in diesem Jahr ruhig und geordnet abläuft, hat die Landespolizei ein umfangreiches Sicherheitsdispositiv erstellt. Da sich die Sicherheitslage im Vergleich zum letzten Jahr nicht wesentlich verändert hat, sehen die Sicherheitsmassnahmen der Landespolizei auch ähnlich wie im Vorjahr aus. „Die Landespolizei wird das Beste tun um mit ihren Ressourcen und Möglichkeiten ein sicheres Volksfest zu ermöglichen“, sagt Mario Büchel, Operativer Einsatzleiter seitens der Landespolizei Liechtenstein. Dazu gehören auch Verkehrsbeschränkungen bei der Zufahrt zum Schloss und Teilnehmende am Staatsakt auf der Schlosswiese werden verstärkt kontrolliert. Besucher werden daher gebeten, keine grossen Behältnisse wie Rucksäcke und dergleichen mitzunehmen. „Damit die Personen- und Ticketkontrollen für den Apéro im Rosengarten möglichst ohne Wartezeiten vonstatten gehen können, bitten wir darum, die Anweisungen der Sicherheitskräfte zu befolgen“, sagt Büchel weiter.

Anlässlich des Volksfestes im Städtle werden gewisse Zufahrtsstrassen gesperrt und Mitarbeitende der Landespolizei – in Uniform und in Zivil – verstärkt präsent sein. Zudem wird ab 10 Uhr vormittags eine gemeinsame Leitstelle der Blaulichtorganisationen im Landtagsgebäude eingerichtet. Dadurch kann im Einsatzfall schnell reagiert und unkompliziert Absprachen getroffen werden. „Die Bilder des Staatsakts, des Apéros im Rosengarten und des Volksfests im Städtle werden mit Hilfe einer Videoüberwachungsanlage in Echtzeit in diese Leitstelle übertragen“, erklärt Büchel eine weitere Neuerung des Sicherheitskonzepts.

Da wieder mehrere Zehntausend Gäste am Volksfest erwartet werden, setzt die Landespolizei erneut ihr mehrfach bewährtes Verkehrsführungskonzept um. Entsprechende Parkmöglichkeiten ausserhalb des Zentrums werden zwar ausgeschildert, es wird jedoch empfohlen mit dem Öffentlichen Verkehr oder dem Fahrrad ans Volksfest zu kommen. „Damit unnötige Staus vermieden werden können, ersuchen wir die Festbesucher, den Anweisungen der Verkehrsposten unbedingt Folge zu leisten“, betont Büchel.

Endspurt vor dem Fest
Nach monatelangen Vorbereitungen befindet sich das erfahrene OK-Team nun im Endspurt, damit das grosse Fest würdevoll begangen werden kann. „Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für die tatkräftige Unterstützung der zahlreichen Organisationen und Einzelpersonen bedanken“, betont Reuteler. „Ohne ihren professionellen Einsatz wäre ein Anlass in dieser Dimension niemals durchführbar. Ein spezieller Dank gebührt dieses Jahr allen, die derzeit Tag und Nacht am Alternativprogramm für das Feuerwerk arbeiten.“

Weitere Informationen und der genaue Programmablauf finden sich in der Staatsfeiertagsbroschüre oder unter www.staatsfeiertag.li.