Jubiläum „300 Jahre Fürstentum Liechtenstein“

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Bis jetzt haben einige Gemeinden dem Projekt "Lebenschance" im Rahmen der Feierlichkeiten "300 Jahre Fürstentum Liechtenstein" mit einem Verpflichtungskredit zugestimmt. Vorsteher und Gemeinderäte und Liechtenstein Marketing unternehmen alles Mögliche, um den 300.Geburtstag unseres Landes gebührend zu begehen. 

 

 Beitrag der Gemeinden: Projekt „Lebenschance

 

Der Maurer Gemeinderat genehmigte in seiner Sitzung vom 7. Februar 2018 das Projekt «Lebenschance» im Rahmen der Feierlichkeiten «300 JAHRE FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN» und genehmigte den notwendigen Verpflichtungskredit für das Jahr 2019 in Höhe von CHF 111’371, vorbehaltlich der Zustimmung aller Gemeinden.

Nachdem das Projekt «Jubiläumsbrücke» in Nendeln an den Urnenabstimmungen in Vaduz und Balzers gescheitert ist, hat sich die Vorsteherkonferenz im Oktober und November vergangenen Jahres mit weiteren Ideen befasst. Es kristallisierte sich in der Folge ein soziales Projekt heraus. Es kam durch verschiedenen Anregungen und Inputs von aussen, aber auch durch das Votum des Landesfürsten Hans-Adam II zustande. Daraus entwickelte sich das Projekt «Lebenschance».

Konzeptidee

Die Idee widerspiegelt den Grundgedanken der Gemeinden, anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums unseres Landes gemeinsam etwas Soziales und vor allem Nachhaltiges zu initiieren und umzusetzen. Auf Bauten soll bewusst verzichtet werden.

Einerseits soll Dankbarkeit gegenüber dem Ausland gezeigt werden, dass unser Land während der letzten 300 Jahre von den direkten Auswirkungen verschiedener Kriegswirren und Katastrophen weitgehend verschont geblieben ist und danach einen beispiellosen Aufschwung in vielen Bereichen erleben durfte. Hierfür ist Dankbarkeit durchaus angebracht und sie soll mit einer solchen Geste gezeigt werden.

Andererseits ist es so, dass auch im Land selbst durchaus Menschen hilfsbedürftig und in Notlagen sind. Auch hier soll die Möglichkeit geschaffen werden, Betroffene unterstützen zu können und so unbürokratische Hilfe zukommen zu lassen.

Unter dem Motto „Lebenschance“ soll deshalb ein Projekt umgesetzt werden, welches folgende Kernelemente beinhaltet:

– Hilfsprojekte im Inland

– Hilfsprojekte im Ausland

– Massnahmen/Aktionen zur Visualisierung der Hilfsprojekte

– Proaktive Kommunikation: „Tue Gutes und rede darüber!“

– Beteiligung und Einbezug der Bevölkerung durch Beteiligungsaktionen

– Einbezug des „Weg“-Projektes (Liechtenstein Marketing)

Massnahmen / Aktionen

Um die Konzeptidee und die Kernelemente im Jubiläumsjahr und auch darüber hinaus sichtbar zu machen, sind konkrete Massnahmen und Aktionen geplant. Dazu gibt es verschiedene Ideen und Projektansätze. Wenn im Nachfolgenden Ideen und Projekte vorgestellt werden, ist dazu eingangs festzuhalten, dass es sich dabei um eine nicht abschliessende und noch zu konkretisierende Ideensammlung handelt, denn es geht im Moment lediglich um den Entscheid in den 11 Gemeinderäten, das Projekt in dieser Form überhaupt starten zu können. Aus diesem Grund ist es noch viel zu früh, alle Details oder konkreten Massnahmen bereits festzulegen:

RAL (Race Accross Liechtenstein):

Alle Gemeinden zusammen organisieren einen Laufanlass durch das ganze Land. Die Teilnehmer/innen laufen durch alle Gemeinden auf dem neuen „Liechtenstein Weg“ (Projekt Liechtenstein Marketing). Das Ganze wird als charitywalk oder race organisiert. Einzelpersonen, aber auch Gruppen (Staffeln) sammeln mit ihren gelaufenen Kilometern zusätzliches Geld für das Gemeindejubiläumsprojekt „Lebenschance Liechtenstein“.

Gemein(d)schaftsband:

Ein Freundschaftsband wird in vielen Kulturen als Zeichen der gegenseitigen Freundschaft und Zuneigung geschenkt bzw. getragen. Das Band – in den Landesfarben rot und blau – soll als Symbol der Solidarität an verschiedenen Verkaufsstellen angeboten werden. Der Reinerlös fliesst in das Projekt „Lebenschance“.

Liechtenstein hilft:

Für 2019 ist der Start einer Advent-/Weihnachtsaktion unter dem Titel „Liechtenstein hilft“ geplant (vergleichbar mit der Aktion „Licht ins Dunkel“ in Österreich oder „Jeder Rappen zählt“ in der Schweiz, selbstverständlich nur viel kleiner). Dabei werden während der Adventszeit Spenden gesammelt. Unter anderem soll ein Callcenter eingerichtet werden, bei dem Persönlichkeiten motiviert werden, am Telefon Spenden entgegen zu nehmen. Als Abschluss des Projektes „Lebenschance“ gibt es einen Gemeindetag mit verschiedenen prominenten Persönlichkeiten, die die Telefone bedienen. Dieser Erlös geht in das Projekt „Lebenschance“.

Ideenkatalog für allenfalls weitere begleitende Massnahmen:

– Einbezug der Schulen zum Thema „Lebenschance“

– Aktionen an bestehenden Anlässen (Kooperationen)

– Gemeinsamer Volksmarsch auf dem neuen „Liechtenstein Weg“

– Jumelage / Partnerschaften mit Kommunen (z.B. Orte der Hilfsprojekte)

Zukunft / Nachhaltigkeit

Die Hilfe der Gemeinden soll sichtbar, v.a. aber auch nachhaltig sein. Die zur Verfügung gestellte Summe von CHF 1 Mio. soll nicht eine einmalige Spende, sondern vielmehr eine „Anschubfinanzierung“ für die Zukunft sein. Die Projekte sollen über 2019 hinauswirken, so kann z.B. das erwähnte „Liechtenstein hilft“ jährlich erneut durchgeführt werden.

Budget

Für die Realisation des Projektes stellen die Gemeinden insgesamt CHF 1 Mio. zur Verfügung. Davon werden CHF 500’000 für soziale Projekte im Ausland und CHF 500’000 für das Inland eingesetzt.

 

Die Beiträge der Gemeinden richten sich
nach dem Einwohnerschlüssel

Gemeinde Einwohner per 31. Dezember 2015* Kostenanteil in CHF
Vaduz 5’435 144’463
Balzers 4’608 122’482
Planken 446 11’855
Schaan 5’994 159’322
Triesen 5’051 134’257
Triesenberg 2’608 69’321
Eschen 4’411 117’245
Gamprin 1’659 44’097
Mauren 4’190 111’371
Ruggell 2’156 57’307
Schellenberg 1’064 28’281
Total 37’622 1’000’000
     

(Aus dem GR-Protokoll vom 7.Februar 2018, noch nicht genehmigt)