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Billard: Team Liechtenstein überzeugt mit toller Leistung und verteidigt Titel

Liechtensteins Billard-Spieler von Schaan überzeugten beim Dreiländer-Turnier in Deutschland.

 

 

Erfolgreiche Liechtensteiner überzeugten beim Dreiländer-Turnier

 

Beim Billard-Vergleich zwischen Deutschland, Österreich und Liechtenstein gelingt Liechtenstein die Titelverteidigung. Das Team überzeugte in Nagold (Schwarzwald) als Mannschaft.

Insgesamt war es der 9. Länder-Kampf. Bei sieben Austragungen verglichen sich nur Österreich (SBC Feldkirch) und Deutschland (PBC Nagoldtal), bei den letzten beiden Turnieren wurde Liechtenstein freundschaftlich aufgenommen. 2016 gewannen die Spieler des BC Schaan in Feldkirch und konnten diesen Erfolg in Deutschland bestätigen.

Trotz zahlreicher Absagen mit Top-Leistungen

Gespielt wurde in vier Runden in der Disziplin 9-Ball: Die ersten drei Runden bestanden aus jeweils drei Einzelduellen, drei Doppel-Partien und zwei Mannschaftsbegegnungen à 4 Spieler. Die vierte Runde bestand aus drei Einzel- und drei Doppelpartien. Die Liechtensteiner hatten zahlreiche verletzungsbedingte Absagen zu beklagen und starteten mit einer bunten Mischung aus der österreichischen Bundesliga (Michael Biedermann, Steve Heeb) und Spielern der 2. bzw. 3. Landesliga (Oliver Müller, Marco Tschütscher, Stefanie Batliner, Gina Hilti und Michael Winkler) des Billardclubs Schaan ins Turnier.

Am Ende schaute ein Vorsprung von 11 Punkten heraus. Besonders die Mannschaftspartien, die jeweils fünf Punkte brachten, bestritten die Schaaner souverän, aber auch die Doppel (3 Punkte) fielen oft zugunsten des Teams Liechtenstein aus. «Besonders die Fähigkeit, sich gegenseitig zu pushen, wenn es mal nicht so läuft, machte am Ende den Unterschied», analysiert der Präsident des BC Schaan, Michael Winkler. Hinzu komme die taktisch geschickte Aufstellung durch Team-Captain Steve Heeb. «Obwohl wir ersatzgeschwächt angetreten sind, holten wir uns verdient den Sieg. Ich bin stolz auf unser Team», freute sich der Vereinsobmann.

Mit 43 Punkten holte man sich nach insgesamt acht Stunden Billard den Wanderpokal zum zweiten Mal. Mit 32 Punkten konnte das Team Deutschland nach der letztjährigen Schlappe den zweiten Platz behaupten. Team Österreich verpasste die Verteidigung des zweiten Rangs mit gerade einmal zwei Punkten.

Empfang beim Oberbürgermeister

Die Gastgeber aus dem württembergischen Nagold boten neben dem Turnier ein würdiges Rahmenprogramm: Bereits am Freitagabend sorgte die Spielerakkreditierung für einen offiziellen Rahmen. Im Anschluss gab es einen Vergleich im Dart, wobei Marco Tschütscher als «Delegierter» der Liechtensteiner Delegation knapp den zweiten Platz behaupten konnte. Hier setzten sich der Deutsche Michael Haag klar durch und der Feldkircher Vertreter, Norbert Blekac-Spiegel, hatte das Nachsehen. Im Vorfeld des Turniers waren die Spieler der drei Delegationen beim Oberbürgermeister der schmucken und aufstrebenden Stadt Nagold, Jürgen Großmann (CDU), geladen. Großmann würdigte das Engagement der Vereine, die sich in seiner Stadt zum Vergleich treffen im Allgemeinen und die Verdienste der Billardspieler in Nagold im Speziellen. Er wünschte den Teilnehmern viel Erfolg und Spass bei diesem Wochenende in Nagold und offerierte einen kleinen Apéritiv. Das Turnier stiess auch auf mediales Interesse. Es wurde im «Schwarzwälder Boten» intensiv im Vorfeld und Nachgang berichtet.

«Sieger ist die Freundschaft zwischen den drei Vereinen»

Trotz des Liechtensteiner Sieges ziehen auch die Organisatoren des PBC Nagoldtal ein positives Fazit des 3-Länder-Kampfs. «Wie erwartet ist der strahlendste Sieger dieses Turniers die Freundschaft zwischen diesen drei Vereinen», meinte Deutschlands Captain Thomas Dürr. Denn vor, während und nach dem Wettkampf herrschte eine freundschaftliche Atmosphäre. Die Vereine freuen sich bereits auf die nächste Austragung des Turniers. Die Austragung wird jeweils von den Vereinen einige Monate im Voraus festgelegt. Wo und wann der nächste Vergleich stattfindet, ist noch nicht bekannt. (pd)

 

 

 

 

 

 

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