300-Jahrfeier Liechtensteins wirft ihre Schatten voraus

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Regierungsraetin Aurelia Frick, Mitte, zusammen mit dem Eschner Vorsteher Guenther Kranz, links, und dem Plankner Vorsteher Rainer Beck, anlaesslich der Medienkonferenz 300 Jahrfeier Fuerstentum Liechtenstein im Jahre 2019, aufgenommen am Donnerstag, 6. Juli 2017, im Medienraum des Regierungsgebaeudes in Vaduz. Foto & Copyright: IKR/Eddy Risch.

 

Das Jubiläumsjahr als Chance nutzen

 

Vaduz – Im Jahr 2019 jährt sich zum 300. Mal die eigentliche Geburtsstunde des Fürstentums Liechtenstein. Am 23. Januar 1719 wurden die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg vereinigt und das Gebiet zum Reichsfürstentum Liechtenstein erhoben. Dieser Meilenstein in der Staatswerdung des Landes soll gebührend begangen werden. Land und Gemeinden reisen gemeinsam durch die Zeit und auf einem Jubiläumsweg durch ganz Liechtenstein.

Es ist eine Zeitreise: Von GESTERN ins HEUTE und ins MORGEN. Das 300-Jahr-Jubiläum 2019 bildet nach den Feierlichkeiten zu 300 Jahre Unterland (1999) und Oberland (2012) sowie 200 Jahre Souveränität (2006) den eigentlichen Höhepunkt rund um die Entstehung des Fürstentums und ist in dieser Reihe der Jubiläumsfeiern als Krönung zu sehen. Natürlich geht es um die Geschichte des Landes, darum, was

1719 passierte und warum Liechtenstein überhaupt ein souveräner Staat werden konnte. Aber weil es nicht nur um Geschichte gehen soll, zieht sich ein Leitgedanke durchs Jubiläumsjahr: „HEUTE mit den Erfahrungen von GESTERN über MORGEN nachdenken.“

Regierungsrätin Aurelia Frick sagt dazu: „Wir wollen das Jubiläumsjahr als Chance nutzen, um die aktuelle Situation von Gesellschaft und Staat sowie mögliche Wege eines Kleinstaates für die Zukunft zu beleuchten.“

Leitgedanke durch Jubiläumsweg ergänzt

Der Leitgedanke wird durch einen Jubiläumsweg ergänzt, der alle Gemeinden Liechtensteins verbindet. Entlang dieses Weges lässt sich nicht nur die Geschichte des Landes erzählen und feiern, sondern es lassen sich vielmehr Geschichten im GESTERN, HEUTE und MORGEN erleben. Als wichtiger Teil des Jubiläumswegs steht eine Brücke als verbindendes Element und sichtbares Zeichen des gemeinsamen Handels.

Brücke verbindet das Ober-und Unterland

Die Brücke verbindet das Ober- und Unterland nördlich von Planken und überspannt eine bis zu 138 Meter tiefe Schlucht. Die Hängebrücke wird 240 Meter lang und gewährt einen imposanten Blick hinauf zu einem Wasserfall sowie zum Dreischwesternmassiv und hinunter in die Talebene. Sie verleiht dem Jubiläumsweg einen besonderen Ausdruck, indem sie die Grenze zwischen dem Unterland und dem Oberland auf eine auch für die liechtensteinische Bevölkerung neue Weise überwindet.

Land finanziert mit 2 Mio. die Programmschwerpunkte

Land und Gemeinden feiern das Jubiläum gemeinsam und haben sich dementsprechend auf eine Teilung der Verantwortlichkeit innerhalb des Projekts geeinigt. Das Land verantwortet und finanziert mit zwei Millionen Franken die Programmschwerpunkte der Gefässe GESTERN, HEUTE, MORGEN und Feierlichkeiten entlang des Weges. Die Gemeinden sind verantwortlich für den Jubiläumsweg und die Brücke.

Die Gefässe GESTERN, HEUTE, MORGEN beinhalten die jeweiligen Programmschwerpunkte für das Jubiläumsjahr. Unter anderem findet die Auftaktveranstaltung am Tag der Ernennung zum Reichsfürstentum statt oder eine Ausstellung im Landesmuseum. Es gibt verschiedene Feste rund um den Jubiläumsweg und natürlich am Staatsfeiertag. Es wird aber auch ein Blick in die Zukunft gewagt. Eine Ausstellung mit den Fürstlichen Sammlungen im Kunstmuseum Liechtenstein dürfte einer der vielen Höhepunkte im Jubiläumsjahr werden. Den entsprechenden Bericht und Antrag zum Verpflichtungskredit für die Durchführung der Jubiläumsfeierlichkeiten „300 Jahre Fürstentum Liechtenstein“ hat die Regierung nun verabschiedet. (Janine Köpfli)