Tagung des Ständigen Ausschusses der Alpenkonvention in Schaan

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Foto: Schüler vom Liechtensteinischen Gymnasium präsentieren ihre Erfahrungen zum Thema Bodenschutz.

 

Die von Liechtenstein organisierte Tagung stand unter übergeordneten Motto Mobilität im Alpenraum

Vaduz – Vom 13. bis 14. Juni war das Fürstentum Liechtenstein Gastgeber des 65. Treffens des Ständigen Ausschusses der Alpenkonvention unter österreichischem Vorsitz. Rund 60 Vertreter der Vertragsstaaten der Alpenkonvention und Beobachterorganisationen nahmen an dem von Liechtenstein organisierten Treffen im SAL in Schaan teil. Neben den breiten zu behandelnden Traktanden stand die Tagung unter dem übergeordneten Motto Mobilität im Alpenraum.

Vertreterinnen des Jugendparlaments zur Alpenkonvention (YPAC, Youth Parliament of the Alpine Convention) vom Liechtensteinischen Gymnasium waren eingeladen ihren Erfahrungsaustausch zum Thema Bodenschutz den Delegierten zu präsentieren und zu diskutieren.

Das Akademische Gymnasium Innsbruck (http://www.agi.tsn.at) hat im Jahr 2006 die Idee eines Jugendparlaments zur Alpenkonvention (YPAC, Youth Parliament of the Alpine Convention) mit einem speziell die Alpenthematik betreffenden Schwerpunkt ins Leben gerufen. Dieses Forum soll 16-19jährigen Jugendlichen aus den Mitgliedsstaaten der Alpenkonvention die Möglichkeit zum Meinungsaustausch geben und ihnen ein Forum bieten, an Lösungsansätzen für Probleme der Bergregionen zu arbeiten. Sechs Schülerinnen und Schüler vom Liechtensteinischen Gymnasium präsentierten im Plenum ihre Erfahrungen zum Thema Bodenschutz.

Der Ständige Ausschuss ist das ausführende Organ der Alpenkonferenz; er setzt sich aus den Delegierten der Vertragsparteien zusammen. Der Ständige Ausschuss überwacht die Umsetzung der Leitgedanken, Grundsätze und Ziele der Konvention. Er tagt in der Regel zwei Mal im Jahr. Nach dem ersten Arbeitstag des Treffens konnten sich die Gäste an der Exkursion zur LGT Bank bei dem Vortrag von Ursula Finsterwald ein Bild von der Nachhaltigkeit der Bank und ihrem Mobilitätsmanagement machen.

Die Alpenkonvention ist ein internationales Abkommen zwischen den Alpenländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, Schweiz und Slowenien) sowie der EU für eine nachhaltige Entwicklung und den Schutz der Alpen. Im Oktober 2016 hat Österreich offiziell die Präsidentschaft der Alpenkonvention von Deutschland übernommen. Die Alpen, mit ihrer biologischen Vielfalt, ihren Wasser- und Holzreserven sind Natur-, Kultur-, Lebens- und Wirtschaftsraum für fast 14 Millionen Menschen und ein attraktives Tourismusziel für jährlich etwa 120 Millionen Gäste. (Heike Summer)