Krieg in der Ukraine: Liechtenstein übernimmt umfassende Reise- und Finanzsanktionen gegenüber russischen Akteuren

 

Vaduz (ots) – Die Regierung hat am 15. Oktober 2026 eine Anpassung der Verordnung über Massnahmen im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine beschlossen. Mit dieser Anpassung werden mehr als 1’600 Personen und Unternehmen aus Russland mit Sanktionen belegt. Die Regierung setzt damit ihre bisherige Sanktionspolitik konsequent fort.

Angesichts der anhaltenden und weiter eskalierenden Aggression Russlands gegen die Ukraine verabschiedeten die EU-Mitgliedstaaten am 12. Oktober 2026 das bislang umfangreichste personenbezogene Sanktionspaket seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Die Reise- und Finanzsanktionen richten sich gegen 743 Personen und 826 Unternehmen, die den militärisch-industriellen Komplex Russlands unterstützen, insbesondere als zentrale Zulieferer der russischen Rüstungsindustrie.

Darüber hinaus wurden 74 Personen sanktioniert, die mit den im September 2026 in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine durchgeführten Wahlen zur russischen Staatsduma in Verbindung stehen.

Die Regierung hat am 15. Oktober 2026 beschlossen, diese Listungen in die nationale Sanktionsverordnung zu übernehmen.

 

 


BILD: Der Krieg in der Ukraine geht auch im fünften Jahr in unverminderter Härte weiter. Liechtenstein hat einem weiteren Sanktionspaket der EU gegen Russland zugestimmt und es vollzogen. Foto: Picture Alliance, Frankfurt/Main.


 

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