41’475 Einsteigerinnen und Einsteiger und deutlich steigende Kosten – Mitteilung des Gemeinderats von Triesen
Die Gemeinde Triesen fordert von der Regierung eine verbindliche und angemessene finanzielle Beteiligung des Landes an der Linie 40. Die Linie 40 wird von LIEmobil betrieben und erfreut sich einer stark zunehmenden Nutzung. Im Jahr 2026 wurden bisher 41’475 Einsteigerinnen und Einsteiger verzeichnet. Im Vorjahr waren es 31’520. Dies entspricht einer Zunahme von rund 31 Prozent innerhalb eines Jahres.
Diese Entwicklung zeigt, dass die Linie einem klaren Bedürfnis der Bevölkerung entspricht und einen wichtigen Beitrag zur Förderung des öffentlichen Verkehrs leistet. Sie steht damit im Einklang mit den Zielen der Mobilitätsstrategie des Landes.
Deutlich höhere Kosten
Für das Jahr 2026 beliefen sich die Kosten inklusive Mehrwertsteuer auf rund CHF 210’000. Für das Fahrplanjahr 2027 liegt der Gemeinde Triesen ein Angebot von LIEmobil über CHF 295’000 inklusive Mehrwertsteuer zur Weiterführung des heutigen Angebots vor Damit steigen die Kosten gegenüber dem Jahr 2026 um CHF 85’000 beziehungsweise rund 40,5 Prozent.
Diese Entwicklung stellt für die Gemeinde eine erhebliche zusätzliche Belastung dar. Die Gemeinde anerkennt, dass der Auftrag neu ausgeschrieben werden musste und der Angebotspreis vom Ergebnis der Ausschreibung abhängt. Eine Kostensteigerung in dieser Höhe kann sie jedoch nicht dauerhaft alleine tragen – insbesondere bei einer Linie, deren Nutzung innerhalb eines Jahres um rund 31 Prozent gestiegen ist.
Die Linie 40 verbindet Triesen und Vaduz und verkehrt ausschliesslich auf Landesstrassen. Sie ist damit in das öffentliche Verkehrsnetz des Landes eingebunden. Dieser Umstand ist bei der Beurteilung der Finanzierung angemessen zu berücksichtigen.
Regierung soll Finanzierung klären
Die Regierung hat erklärt, dass sie die Ausgestaltung des Grundangebots und die damit verbundenen Finanzierungsfragen prüfen will. Die Gemeinde Triesen erwartet, dass diese Prüfung zeitnah erfolgt und zu konkreten Ergebnissen führt.
Auch mit Blick auf die vom Land getroffene Entscheidung zur Wiederaufnahme und Finanzierung der direkten Verbindung zwischen Schellenberg und Ruggell stellt sich die Frage nach einer nachvollziehbaren Beurteilung vergleichbarer Angebote. Die Gemeinde Triesen stellt diesen Entscheid nicht infrage. Sie erwartet jedoch, dass auch bei der Linie 40 die sachlichen Kriterien und die Bedeutung des Angebots angemessen berücksichtigt werden.
Der Gemeinderat Triesen fordert die Regierung und den Verkehrsminister deshalb auf,
- die finanzielle Beteiligung des Landes an der Linie 40 umgehend zu prüfen;
- der Gemeinde bis spätestens Ende 2026 verbindlich mitzuteilen, ob und in welchem Umfang sich das Land ab 2027 beteiligt;
- gemeinsam mit der Gemeinde eine faire, transparente und langfristige Finanzierungslösung zu vereinbaren.
Die Gemeinde Triesen ist bereit, Verantwortung für ein gutes und leistungsfähiges ÖV-Angebot zu übernehmen. Sie ist jedoch nicht bereit, die Linie 40 bei stark steigenden Kosten dauerhaft alleine zu finanzieren.
Die Linie 40 wird zunehmend genutzt und erfüllt eine wichtige Aufgabe im öffentlichen Verkehr. Nun ist es am Land, Verantwortung zu übernehmen und diesen Erfolg auch finanziell mitzutragen.

