Die LRV-Athleten können an der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Val di Sole (It) nicht nachdoppeln

Nach ihren starken Leistungen und den Top-Klassierungen beim Shorttrack am Donners-tag (13. und 14. Rang) rechne-ten sich die Liechtensteiner U23-Mountainbiker Romano Püntener und Felix Sprenger auch für das Cross-Country-Rennen bei der Weltmeisterschaft in Val di Sole (ITA) viel aus. Lange Zeit sah es nach einem weiteren Erfolg aus.

Grosse Hoffnungen nach hervorragendem Start

Felix Sprenger erwischte einen hervorragenden Start und legte die neuntschnellste erste Runde in den Parcours. Mit zwei anschliessend identischen Rundenzeiten bewies er, dass er rasch seinen Rhythmus gefunden hatte, und arbeitete sich sukzessive weiter nach vorne. Auf dem vielversprechenden 13. Zwischenrang liegend, schlug in der fünften von sieben Runden jedoch das Pech zu: Ein technisches Problem mit der Kette zwang ihn zu einem Stopp. Da er weit von der Tech-Zone entfernt war, versuchte Sprenger zunächst, das Pro-blem selbst zu beheben. Als dies aussichtslos schien, musste er den Parcours zu Fuss bewältigen. Der unfreiwillige Lauf und die anschliessende Reparatur durch den Mechaniker kosteten viel Zeit, so dass Sprenger letztlich aufgrund der 80-Prozent-Regelung aus dem Rennen genommen wurde.

Die Enttäuschung beim jungen Liechtensteiner war verständlicherweise riesig. Erfahrungsgemäss kann Sprenger gerade in den Schlussrunden noch einmal richtig aufdrehen – nun wurde er in einer hervorragenden Ausgangslage im Kampf um die Top Ten ausgebremst. Trotz des bitteren Endes überwiegt eine erfreuliche Erkenntnis: Felix Sprenger hat an dieser Weltmeisterschaft eindrücklich bewiesen, dass er endgültig in der absoluten Weltspitze angekommen ist.

Romano Püntener fehlt am Sonntag die Kraft

Romano Püntener konnte nicht an sein starkes Resultat vom Donnerstag anknüpfen. Von Position 44 ins Rennen gestartet, wurde er früh durch einen Sturz aufgehalten. Die Fahrer hinter den Top 20 kamen zum Stillstand, wobei auch Püntener kurz zu Boden ging.

Er blieb glücklicherweise unverletzt, konnte weiterfahren und liess sich mental nicht aus dem Konzept bringen. In der Folge gelang es ihm jedoch nicht, an den Anstiegen die gewohnte Kraft in die Pedale zu bringen.

Saisonfinale mit zwei Rennen in Übersee

Somit lagen beim Team des Liechtensteiner Radfahrerverbandes (LRV) an dieser Weltmeisterschaft Erfolg und Enttäuschung dicht beieinander. Nun richtet sich der Fokus auf den Saisonabschluss: Es stehen noch zwei Weltcuprennen in den USA (19./20. September und 2. bis 4. Oktober) an, bei denen die beiden LRV-Athleten ihre starke Form hoffentlich wieder in wertvolle Resultate umsetzen können. (eing.)

 


BILD: Felix Sprenger ist in einer Topverfassung, an der WM aber ohne Rennglück. Foto; Martin Püntener


 

 

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