Ukrainische Studierende sowie junge Absolventinnen und Absolventen einschlägiger Studienrichtungen im Bereich der Korruptionsprävention waren zu einem Studienaufenthalt in Liechtenstein. Der Besuch ist Teil eines von Liechtenstein initiierten und unterstützten Ausbildungspro-gramms und bildet einen wichtigen Bestandteil des liechtenstein-ischen Wiederaufbauprogramms für die Ukraine.
Am 28. und 29. September 2026 fand in Liechtenstein ein zweitägiger Studienaufenthalt für sechs ukrainische Studierende sowie junge Absolventinnen und Absolventen ein-schlägiger Fachrichtungen im Bereich der Korruptionsprävention statt. Der Besuch ist Teil eines Ausbildungsprogramms, welches vom «Basel Institute on Governance» in Zusammen-arbeit mit «Transparency International Ukraine» durchgeführt wird.
Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni begrüsste die Teilnehmenden im Re-gierungsgebäude. Dabei betonte sie die Bedeutung von Transparenz, Integrität und wirksamer Korruptionsprävention für den nachhaltigen Wiederaufbau der Ukraine. «Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung sind zentrale Voraussetzungen für einen nachhaltigen Wiederaufbau. Korruption hemmt das Wirtschaftswachstum, erschwert die Verwirklichung der Menschenrechte und schwächt das Vertrauen in staatliche Insti-tutionen. Deshalb investieren wir in die Ausbildung junger Fachkräfte, die künftig einen Beitrag zur Korruptionsprävention und -bekämpfung in der Ukraine leisten werden», erklärte Monauni.
Während ihres Aufenthalts erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das politische System Liechtensteins sowie in die Arbeit der Finanzmarktaufsicht, der Justiz, der Landespolizei und der Landesverwaltung im Bereich der Korruptionsprävention und -bekämpfung. Am zweiten Tag standen praxisorientierte Beiträge aus dem Bankensektor im Fokus, insbeson-dere zu Compliance-Systemen, Geldwäschereibekämpfung, Sanktionen, Betrugsprävention und Korruptionsrisiken. Die Durchführung des Ausbildungsprogramms wird durch die Unter-stützung des Liechtensteinischen Bankenverbands massgeblich mitgetragen.
Das Ausbildungsprogramm ist Teil eines grösseren Projekts zur Stärkung nachhaltiger Mechanismen der Korruptionsprävention in der Ukraine. Das Projekt, welches in das laufende Programm des Basel Institute zur Korruptionsbekämpfung in der Ukraine eingebunden ist, wurde von Liechtenstein in Zusammenarbeit mit dem Basel Institute initiiert und wird in den Jahren 2025 bis 2028 mit einem Gesamtbeitrag von 900’000 Schweizer Franken durch Liechtenstein finanziert. Damit leistet Liechtenstein einen gezielten Beitrag zur Förderung von Transparenz, Integrität und widerstandsfähigen Institutionen in der Ukraine.

