Leserbrief von Jo Schädler, Bendern

Wenn man sich in die Abgründe der Klimaerwärmung begibt, dann stöbere man in den Medienberichten über den 14 Mio. Km² grossen, im Schnitt minus 55° kalten Kontinent Antarktika herum. Hier findet man Widersprüche in einer solchen Reinkultur, dass der Widerspruch selbst zur Wahrheit aufschwingt. Während wissenschaftliche Magazine, wie etwa Terra X, oder Spektrum der Wissenschaft keine Erwärmung, sondern eher das Gegenteil melden, warnen andere Schriften, dass die Antarktis bald ihr ganzes Eis den Fischen überlassen müsse.

Dieser heisse Sommer erleichtert gewissen Medien ihre Arbeit ungemein. Wobei auch wieder für diese Hitze kaum unterschiedliche Ursachen genannt werden. Klimaerwärmung durch unseren CO2 Ausstoss bleibt der Grund Nummer eins und steht weit und unantastbar über allem. Von El Niñio, spanisch für der Junge, das Kind oder gar das Jesuskind, welches das Europawetter schon öfter verwirbelte, liest man eher weniger. Von dem ungewöhnlich heftigen Jet Stream der die Hitzeglocke über Europa für eine lange Zeit eingesperrt hat, redet man kaum. Von verstärkter Sonnenaktivität, die in 2026 eine sehr hohe und teils eruptive Dynamik hat, schon gar nicht und von einem extrem wandernden magnetischen Nordpol ist ausser in National Geographic, die von einem, in jüngster Zeit regelrecht davongaloppierenden Magnetpol schreiben, kaum etwa zu lesen.

So bleibt uns nichts anderes übrig wie zu schwitzen, auf einen kühlen Herbst mit viel Regen und einem kalten, schneereichen Winter, aber bitte nur auf den Skipisten, zu beten und zu warten und die Not der futterlosen Bauern zu teilen. Heute mäht man eine Graswiese bis zu 6 Mal im Jahr. Nach jedem Schnitt kommt der Güllewagen und, oder der Düngekarren, denn der Bauer braucht das Futter für seine, auf jeden einzelnen Halm abgestimmte Kuhherde. Für Menschen die keine Ahnung von Landwirtschaft haben, ist es anmassend zu fragen, ob der Bauer vielleicht eine Kuh zu viel, oder ob der Wettergott einen an der Schüssel hat.

 

 

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