An der 76. Delegiertenversammlung des Ostschweizer Fussball-verbandes (OFV) vom vergangenen Samstag in Flums stand Präsident Stephan Häuselmann im Mittelpunkt. Die Delegierten würdigten seine 30 Jahre im Geschäftsführenden Vorstand, davon 18 Jahre als Präsi-dent. Zudem hiessen sie die Anpassung der Verbandsstatuten gut und ernannten Edi Strasser zum Ehrenmitglied. Der Verband selbst steht so gross da wie nie: Mit 44’930 lizenzierten Spielerinnen und Spielern verzeichnet der OFV einen neuen Höchststand.

Vom Finanzchef zum Präsidenten
Stephan Häuselmann wurde 1996 als Finanzchef in den Geschäftsführenden Vorstand des OFV gewählt. Zwölf Jahre lang verantwortete er die Finanzen des Verbandes, bevor ihn die Delegierten 2008 in Appenzell zum Präsidenten wählten. In drei Jahrzehnten hat er über 200 Vorstandssitzungen mitgeprägt und den Verband durch eine Zeit geführt, in der sich der Amateurfussball stark verändert hat: mehr Mannschaften, mehr Juniorinnen und Junioren, höhere Anforderungen an Vereine und Ehrenamtliche. Als Häuselmann in den
Vorstand eintrat, zählte der OFV knapp 24’500 lizenzierte Spielerinnen und Spieler. Heute sind es rund 80 Prozent mehr. Im Zentrum seines Wirkens standen stets der Breitenfussball und die Vereine. Häuselmann hat sich über all die Jahre dafür eingesetzt, dass der Verband die Arbeit an der Basis unterstützt und nicht zusätzlich erschwert. Die Wertschätzung für die vielen Freiwilligen, die in den Ostschweizer Clubs Woche für Woche Trainings, Spiele und Anlässe ermöglichen, zieht sich durch seine gesamte Amtszeit.

Verband mit 44’930 Lizenzierten
In seiner Eröffnungsrede präsentierte Häuselmann den Delegierten und Gästen neue Rekordzahlen. Zum Zeitpunkt der letzten Delegiertenversammlung 2024 zählte der OFV 36’275 lizenzierte Spieler und 5’307 lizenzierte Spielerinnen, insgesamt 41’582. Heute sind es 38’686 Spieler und 6’244 Spielerinnen, insgesamt 44’930. «Noch nie spielten so viele Menschen in der Ostschweiz Fussball wie heute», hielt Häuselmann fest. Das Wachstum von 3’348 Lizenzierten in zwei Jahren entspricht einem Plus von rund 8 Prozent. Besonders
deutlich fiel es im Frauen- und Mädchenfussball aus: Die Zahl der lizenzierten Spielerinnen stieg um 937 oder knapp 18 Prozent. Häuselmann machte zugleich deutlich, was hinter diesen Zahlen steht. «Das sind neue Teams, die gemeldet werden. Das sind zusätzliche Trainings, die geleitet, zusätzliche Spiele, die angesetzt, und zusätzliche Plätze, die belegt werden müssen.» Es brauche mehr Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und mehr Menschen, die bereit seien, am Samstagmorgen etwas für die Gemeinschaft zu leisten. «Wachstum ist kein Selbstläufer, es ist Arbeit.»

Edi Strasser neues Ehrenmitglied
Auf Antrag des Vorstands ernannten die Delegierten Edi Strasser zum Ehrenmitglied des OFV. Strasser ist seit 1997 im Ressort Strafwesen der Wettspielkommission tätig. In dieser Funktion hat er unzählige Fälle bearbeitet, meist abseits der öffentlichen Wahrnehmung, aber mit grosser Bedeutung für einen geordneten und fairen Spielbetrieb. Die Ernennung würdigt eine Arbeit, die selten im Rampenlicht steht, auf die der Ostschweizer Fussball aber Woche für Woche angewiesen ist.

Neue Vereine im Verband
Seit der letzten Delegiertenversammlung sind mit dem FC Stublla United, dem FC NextGen United und der LCF Academy drei neue Vereine zum OFV gestossen. Ihre Vertreter er-hielten in Flums einen Matchball als Willkommensgeschenk.

Die nächste Delegiertenversammlung findet 2028 in Rapperswil-Jona statt.

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