Leserbrief von Beat Schurte,
Breiten 19, Eschen
Während im eigenen Land nach einem Cyberangriff auf ein sensibles Register ein Krisenstab gebildet werden muss und Daten von Tausenden Rechtsträgern betroffen sind, hält unsere Regierungschefin – die im Landtag bei jeder Gelegenheit mit dem Mantra „ist alles safe“ auftritt – eine 1.-August-Festansprache beim Schweizer Nachbarn in Schwyz.
Gleichzeitig fliessen seit Jahren Millionen in die IT, in Cybersicherheit und in zusätzliches Personal in den längst aufgeblähten Staatsapparat – und trotzdem kommt es zu einem Vorfall dieser bislang nicht vorhersehbaren Tragweite. Da stellt sich für viele Steuerzahler die berechtigte Frage, ob immer mehr Geld auch tatsächlich zu mehr Sicherheit führt. Sollten zudem sensible Daten ausserhalb des Landes gespeichert werden, gehört auch das offen erklärt und kritisch hinterfragt.
Der Vorfall erinnert unweigerlich an den Daten-Fall Kieber. Hoffentlich endet auch diese Affäre nicht nach dem bekannten politischen Muster: Krisenstab, Betroffenheit, Aufarbeitung – und am Schluss wieder niemand, der politische Verantwortung übernimmt.

