Leserbrief von Norman Wille,
Buchenweg 1, Vaduz 

«Wir sehen die verheerenden Waldbrände in Spanien, Frankreich, Griechenland. Wir wissen alle, dass Neapel auf einem der aktivsten, gefährlichsten Vulkane der Welt sitzt. Es ist nur eine Frage der Zeit. Wenn dieser Supervulkan explodiert, werden wir in Europa Arbeit bekommen.

Die flaschensammelnden Rentner werden kaum helfen können, sie kämpfen nach 40, 50 Arbeitsjahren bei schäbigster Altersrente mehrheitlich ums blanke Ueberleben. Und wir reden hier nicht von Rumänien, sondern von Deutschland, dem wichtigsten Geldgeber der EU. Wir schicken Milliarde um Milliarde in die Ukraine, um einen sinnlosen, völlig aussichtslosen Krieg zu befeuern, und denken darüber nach, wie wir mit der Massen-Herstellung von «Drohnen» das Sterben noch effizienter gestalten können.

Es ist nicht das erste Mal, aber schon wieder kommt mir der Gedanke, dass wir in Europa kollektiv neben den Schuhen stehen. Anstatt uns darum zu kümmern, wie wir noch mehr Menschen noch schneller, noch brutaler ums Leben bringen können, sollten wir die Hände aus den Hosentaschen nehmen und die Augen aufmachen. Was wir nicht brauchen, das ist noch mehr Kriegsmaterial. Mir erscheinen die Ereignisse in Spanien, der immer wieder gefährliche Erdbeben verursachende Vesuv, als wenige Beispiele, Ursache genug, dass wir uns um einen europäischen Katastrophenschutz kümmern sollten.

Auch der Klimawandel, der – ungeachtet der Verursacher – zweifellos im Gange ist, wird uns in Sachen Katastrophen mehr und mehr beschäftigen. Was tun wir in Europa? Klopfen grosse Sprüche vom Krieg, wobei diejenigen, die diese Sprüche klopfen genau so wenig einen Schimmer haben, wovon sie reden, wie diejenigen jungen Leute, die für die politischen Plauderstunden den Kopf hinhalten sollen.

Fangen wir endlich an, die tatsächlichen Probleme anzupacken. Wir werden das – beginnend – national tun müssen. Auf die Politik ist leidlich, auf die EU ganz sicher kein Verlass.

 

 

 

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