Glücklicher St. Galler Derbysieg im Rheinparkstadion 

In einem spektakulären und rassigen Ostderby verlieren die Vaduzer gegen den FC St.Gallen in der 87.Minute mit 2:3 (1:1) im ausverkauften Rheinparkstadion. Es war kurz gesagt ein glücklicher Sieg der Espen, die von den teils groben Fehlern des FCV ihren Nutzen zogen.

Es waren reichlich Toraktionen zu sehen, wobei gleich anzufügen ist, dass Vaduz nicht gerade vom Glück begünstigt war. Das Spiel begann mit einem Hammer. Bereits nach wenigen Sekunden nach Anpfiff führten die St. Galler durch einen dicken Bock von Torhüter Büchel, der bei einem Abschlag vom Sechzehner zu lange wartet und Baldé anschiesst. Der Ball rollt so in Richtung Tor, wo der Stürmer Baldé nur noch einzuschieben braucht.

Die Schlüsselszene des Spiels ereignete sich aber später, in der 58.Minute, als die Partie 2:1 für Vaduz stand. Da zieht der FCV-Stürmer Marcel Monsberger nach einer ungewollten Vorlage des FCST-Sechser Lukas Daschner auf das gegnerische Tor zu, setzt den Ball aber aus bester Position bloss an den Pfosten. Dieselbe Aktion gab es vor einer Woche in Lugano, als dasselbe Malheur Djokic widerfuhr. Hätte Monsberger heute zur 3:1-Führung getroffen, wäre die Partie höchstwahrscheinlich  zugunsten der Vaduzer ausgegangen.

Ausgeglichene Partie

Die Partie war geprägt von vielen Torraumszenen und fünf Toren. Nach dem Blitzstart der St. Galler konzentrieren sie sich weiterhin auf die Offensive, die viel über Baldé läuft. Die offensive Spielweise bringt die St. Galler in der Abwehr oft in Schwierigkeiten, denn der FC Vaduz kommt in Gegenstössen oft gefährlich vors St. Galler Tor.  Und erzielt in der 12.Minute durch Monsberger den Ausgleich.

Der FCV bleibt am Drücker. So schliesst Sorgic nach 24 Minuten nach einem schönen Solo haarscharf am Pfosten vorbei. Auch Dalip vergibt wenig später die Vaduzer Führung.

Das 2:1 kommt aber nach der Pause dank Julian Cabrera doch. Und die Liechtensteiner könnten kurz darauf erhöhen. Tun sie aber nicht. Monsberger knallt den Ball zunächst nur an den Pfosten, dann zählt Dalipis Treffer wegen Abseits nicht.

Und für die ausgelassenen Chancen wird der Aufsteiger am Ende vom eingewechselten Joker Owusu doppelt bestraft (erste Ballberührung in der 72. min und er erzielt gleich das 2:2 und in der 87.Minute nach einem Konter das kaum mehr erwartete 2:3). In den letzten zehn Minuten wollten die Vaduzer das 2:2 halten, was sich nicht auszahlte.

Damit verpassen die Vaduzer die ersten Punkte nach der Rückkehr in die Super League.

TELEGRAMM

FC VADUZ – FC ST. GALLEN 2:3 (1:1)

Stadion: Rheinpark, Vaduz
SR: Nico Gianforte
Zuschauer: 6.814, ausverkauft
FC Vaduz: B. Büchel; N. Hasler, Simani, Berisha, Sawadogo; Stark (78.Hammerich), Mack (88. Dalipi), Cabrera (64.Djokic); Dalipi; Sorgic (64.Cocic), Monsberger
FC St. Gallen: Watowiak; Okoroji, Stanic, Ruiz (66.Fazliji); Frokaj, Boukhalfa, Daschner, Görtler, Witzig; Aliou Balde (66.Diego Balde), Hunziker (72.Owusu),
Tore: 1.min. 0:1 Aliou Balde, 12.min. 1:1 Marcel Monsberger, 55.min. 2:1 Juan Cabrera, 72.min. 2:2 Enoch Owusu, 87.min. 2:3 Enoch Owusu
Verwarnungen:  60.Görtler (SG), 86.Banjamin Büchel (FCV), 88.Besio (SG),
Bemerkungen: FC Vaduz ohne den gesperrten Torhüter Schaffran

Der FCV verliert gegen St.Gallen knapp. Im Bild links der FCV-Torschütze Marcel Monsberger im Zweikampf mit Lukas Daschner. Foto: Michael Zanghellini

 

 

 

 

 

 

 


BILD: Tristesse beim FC Vaduz nach dem verlorenen Ostderby gegen den FC St.Gallen. Die Vaduzer hätten midestens eien Punkt verdient. Foto: Michael Zanghellini 

 


 

 

 

 

Previous articleZwei Velofahrer kollidieren in angetrunkenem Zustand
Next articleVon dem, was uns wirklich beschäftigen sollte