Gut angelegte und breite Radwege sind für Radfahrende sicher und attraktiv. Bei uns sind allerdings etliche Radwege zu schmal für zu Fuss Gehende und Radfahrende gemeinsam. Ganz besonders in Naherholungsräumen. So stellen sie für beide aktiven Verkehre ein Risiko dar. Für sehr viele Leute hat die subjektive und objektive Sicherheit des Veloweges erste Priorität. Doch geübte und unerschrockene Alltagsradfahrende wählen gerne den direkten Weg, auch wenn er objektiv weniger sicher ist.

Dabei ist zu bedenken, dass Quelle und Ziel der Fahrt selten am Radweg liegen. Praktisch immer muss ein Teil des Weges auf einer Landstrasse oder Gemeindestrasse zurückgelegt werden. Um sicher zu fahren, sollen Radfahrende dabei einen Abstand von 70 cm bis ein Meter zum Trottoir-Rand einhalten und nie in Buchten «abtauchen». Denn beim «Auftauchen» haben sie keinen Vortritt. Zudem ist das Fahren auf dem Trottoir für Velo/E-Scooter nur erlaubt, falls entsprechend signalisiert und nur in Fahrtrichtung. Erlaubt ist es für Kinder unter 12 Jahren bei fehlender Veloinfrastruktur

Tourenradler fahren gerade im Bereich Schaan-Vaduz manchmal lange Strecken auf der Landstrasse. Der Grund: wenn man den markierten Radweg bewusst oder unbewusst verlässt, ist es wegen ungenügender Signalisation für Ortsfremde oft schwierig, den Radweg wieder zu finden.

Bei Autostau sollen die Fahrzeuge rechts genügend Raum lassen, dass Radfahrende mit der nötigen Vorsicht und regelkonform rechts vorfahren können. Das scheint vielen Autofahrenden nicht bewusst zu sein.

Wichtig sind das Einhalten der Verkehrsregeln durch alle Verkehrsteilnehmenden und die gegenseitige Rücksichtnahme. Das erhöht die Verkehrssicherheit und reduziert den Stress.

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