Wieder einmal steht die Gemeindeverwaltung Triesen auf der Titelseite des Liechtensteiner Vaterlands. Dieses Mal geht es um den Rückzug der renommierten Revisionsfirma Ernst & Young im Zusammenhang mit der externen Kontrolle der Gemeindekasse und den bekannt gewordenen Unregelmässigkeiten.
Die Einwohner/innen haben ein Recht darauf zu erfahren, weshalb Ernst & Young das Mandat zurückgegeben hat. Bis heute fehlen klare Antworten. Dieses Schweigen führt zu Unsicherheit und wirft weitere Fragen auf.
Nach meiner Kenntnis hat sich die Mehrheit des Gemeinderats für einen externen Revisor ausgesprochen. Hat die Vorsteherin diesen Entscheid ebenfalls unterstützt? Tatsache ist, dass der Rückzug von Ernst & Young zusätzlichen Erklärungsbedarf schafft.
Wurden alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung gestellt? Gab es andere Gründe für den Rückzug? Die Einwohner/innen erwarten eine nachvollziehbare Erklärung. Vertrauen entsteht nicht durch Schweigen, sondern durch Transparenz.
Bereits früher sorgten Informationen aus der Gemeindeverwaltung für Verunsicherung. Ob diese von der Vorsteherin selbst stammten, ist mir nicht bekannt. Damals wurde mitgeteilt, man habe mit der Landespolizei und der Staatsanwaltschaft Kontakt gehabt. Einen Tag später wurde diese Darstellung von der Landespolizei öffentlich anders dargestellt. Solche widersprüchlichen Aussagen bleiben in Erinnerung.
Ich erwarte von unserer gewählten Vorsteherin eine offene, ehrliche und transparente Kommunikation. Wer Verantwortung für eine Gemeinde trägt, muss auch bereit sein, schwierige Fragen zu beantworten.
Die Einwohner/innen von Triesen haben Anspruch auf Klarheit und Antworten. Vertrauen entsteht nur durch Offenheit.
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