Der Liechtensteiner Fussballverband zeigt sich solidarisch mit den UEFA-Mitgliedsverbänden und ist gegen die FIFA-Pläne
Der Liechtensteiner Fussballverband hat die Medienberichte über mögliche Pläne der FIFA, Eigentumsanteile an der FIFA-Weltmeisterschaft und weiteren FIFA-Wettbewerben an private Investoren zu übertragen, mit grosser Skepsis zur Kenntnis genommen. Nach einem Austausch aller UEFA-Mitgliedsverbände am Donnerstagnachmittag wurde diese Skepsis auch von den europäischen Nationalverbänden bestätigt.
Für den LFV sowie alle weiteren UEFA-Verbände ist klar: Die FIFA-Weltmeisterschaft und andere zentrale Wettbewerbe dürfen nicht als Investitionsprodukte behandelt werden. Sie gehören zum sportlichen Erbe des Fussballs und wurden über Generationen hinweg von Spielerinnen und Spielern, Nationalmannschaften, Verbänden sowie Fans auf der ganzen Welt geprägt. Kein Teil davon sollte privaten Investoren überlassen werden.
Eine Beteiligung privater Investoren würde den Fussball nachhaltig verändern. Gerade deshalb ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Vorhaben von dieser Tragweite ohne transparente Diskussion und frühzeitige Einbindung der Mitgliedsverbände überhaupt in Erwägung gezogen wurde. Zudem birgt eine solche Entwicklung die Gefahr, dass Entscheidungen über Wettbewerbe, Formate und Spielkalender künftig stärker von Renditeerwartungen als von den Interessen des Sports geprägt werden.
Der Fussball muss auf seinen Grundwerten aufbauen und den Menschen dienen, die ihn tragen. Kurz gesagt: Die Fussball-WM steht nicht zum Verkauf.

