Leserbrief und Antwort von Beat Schurte, Eschen auf die Liewo-Frage der Woche vom 14. Juni 2026

 

Selbstverständlich müssen Gefangene, Asylsuchende und andere staatlich betreute Personen menschenwürdig behandelt und medizinisch versorgt werden. Darüber gibt es keinen Streit.

Doch immer mehr Bürger fragen sich, weshalb für Gefangene Psychiater, Ärzte, Therapien und umfassende Betreuung eingefordert werden, während gleichzeitig viele Familien, Rentner und Arbeitnehmer Mühe haben, ihre Krankenkassenprämien, Selbstbehalte oder einen Zahnarztbesuch zu bezahlen.

Offenbar funktioniert der Sozialstaat besonders grosszügig, solange jemand vom Staat betreut wird. Wer hingegen jahrzehntelang gearbeitet, Steuern bezahlt und das System finanziert hat, darf zunehmend tiefer in die eigene Tasche greifen.

Ein Rechtsstaat muss Schwache schützen. Er sollte aber darauf achten, dass die Menschen, welche das ganze System finanzieren, nicht irgendwann den Eindruck gewinnen, Bürger zweiter Klasse geworden zu sein.