Kulturgüterschutzausbildung für
das Einsatzelement

 

Vaduz – Das Kulturgüterschutz-Einsatzelement Liechtenstein absolvierte am 20. Mai 2026 erstmals eine Ausbildungs- und Übungseinheit unter realistischen Bedingungen im Liechtensteinischen Landesmuseum sowie im Kunstmuseum Liechtenstein. Im Zentrum standen die fachgerechte Sicherung, Verpackung und Bergung von Kulturgütern im Ereignisfall.

 

Ausbildung unter realistischen Bedingungen

Insgesamt nahmen 25 Angehörige des Kulturgüterschutz-Einsatzelements an der Übung teil. Die Ausbildung fand während des regulären Museumsbetriebs statt und ermöglichte praxisnahe Trainingsbedingungen. Fachpersonen des Landesmuseums und des Kunstmuseums bereiteten dazu verschiedene Ausbildungsstationen vor und vermittelten spezifische Kenntnisse im Umgang mit historischen Objekten und Kunstwerken.

Fokus auf Bergung und Transport von Kulturgütern

Im Landesmuseum lag der Schwerpunkt auf historischen Gegenständen, Wandtextilien und Ausstellungsvitrinen. Geübt wurden unter anderem Hebe- und Haltetechniken, Verpackungsmethoden sowie Transportmöglichkeiten für empfindliche Kulturgüter.

Dabei kamen sowohl Standard- als auch Spezialmaterialien zum Einsatz. Unter anderem wurde das fachgerechte Rollen und Transportieren eines grossformatigen Textilobjekts trainiert.

Im Kunstmuseum standen die Besonderheiten moderner und zeitgenössischer Kunst im Mittelpunkt. Vermittelt wurden Kenntnisse zu unterschiedlichen Bild- und Objektbefestigungen, zum Umgang mit Kunstinstallationen sowie zu speziellen Verpackungs- und Transportanforderungen. Zudem übten die Teilnehmenden den sicheren Transport von Kunstwerken durch enge Gebäudebereiche.

Wichtiger Beitrag zur Einsatzvorbereitung

Die Ausbildungsübung ermöglichte den Angehörigen des Einsatzelements zudem, die räumlichen Gegebenheiten der beiden Ausstellungshäuser vertieft kennenzulernen.

Dies stellt im Hinblick auf mögliche Schaden- oder Ereignisfälle einen wichtigen Beitrag zur Einsatzvorbereitung dar.

Das Kulturgüterschutz-Einsatzelement Liechtenstein trägt das international anerkannte Schutzzeichen „Blue Shield“. Dieses kennzeichnet Kulturgüter sowie Organisationen und Personen, die mit deren Schutz betraut sind.

Weitere Ausbildungs- und Übungseinheiten sind vorgesehen, um den Schutz des liechtensteinischen Kulturerbes im Ereignisfall weiter zu stärken. (ots)

 


Bild: Improvisierter Transport eines Kulturguts. Bildrechte: Amt für Kultur. Fotograf: Yvonne Hilti-Vogt