Leserbrief von Norman Wille,
Buchenweg 1, Vaduz

«Ich sehe mir an, wie wir mit unserem Kontinent Europa umgehen. Ich hätte jetzt gesagt, die Politik um mich herum war noch nie so naiv, so unerwachsen, so grossspurig, so schwatzhaft und Leereläufe produzierend wie heute. Ich sehe eine vollständig verantwortungslose Kriegsrhetorik. Ich sehe, wie unser Nachbarland Deutschland seine Unfähigkeit, die Wirtschaft in normalen Bahnen zu halten, mit Aufrüstung zu kompensieren sucht.

Ich möchte nur kurz darauf hinweisen, dass wir das schon mal hatten. Aber was tun wir?  Ueberhaupt nichts. Wir stehen daneben und schauen uns an, wie 50 Kilometer von uns entfernt wieder Kampfmaschinen aller Art produziert werden. Wir ziehen mit Antikriegsmaterial durch alle Schulen und bemühen die letzten Überlebenden des zweiten Weltkrieges, unseren Schülern beizubringen, dass dieser Wahnsinn sich nicht wiederholen darf. Einmal war Deutschland gut dabei, das zweite Mal brauchten sie noch nicht einmal Schützenhilfe, sie zettelten den zweiten Weltkrieg vollständig alleine an. Ein Jahrtausendverbrechen. Aber nein, schon wieder macht sich Deutschland auf, den grossen Macker zu geben, den sie nicht können. Das haben sie in den letzten beiden Weltkriegen mehr als bewiesen.

Und was machen die anderen Mitglieder der vielgepriesenen Europäischen Union? Stehen daneben mit offenem Mund, plaudern in Brüssel den lieben langen Tag zu Boden. Und fahren wieder heim. Während die Kriegsmaschinerie immer mehr an Fahrt aufnimmt. Das endet nicht gut. Das müssten wir alle wissen. Nur, handeln tun wir nicht. Es traut sich noch immer keiner, das Ganze in der EU zu stoppen.

So, wie wir den Ukrainekrieg ganz bewusst gewollt haben. Aber das könnt ihr ohne mich, eure kindischen Kriegsspielereien. Werdet erwachsen, macht die Augen auf. Und vor allem: Macht den Mund auf. Aber ich bin sicher: Ihr kriegt auch das nicht auf die Reihe. Dazu reichts einfach nicht.»