Vaduz – Am 4. Juni 2026 hat Regierungsrat Hubert Büchel, Minister für Inneres, Wirtschaft und Sport, am Treffen der europäischen Innenministerinnen und -minister (Innenministerrat) in Luxemburg teilgenommen. Im Zentrum der Beratungen standen aktuelle Fragen zur Entwicklung des Schengenraums, zur europäischen Migrations- und Asylpolitik sowie zur inneren Sicherheit.

Die Ministerinnen und Minister befassten sich insbesondere mit der aktuellen Lage im Schengenraum und betonten die gemeinsame Verantwortung für einen sicheren, funktionsfähigen und resilienten Raum ohne systematische Grenzkontrollen. Vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen wurde zudem die Umsetzung des EU-Migrations- und Asylpakts diskutiert.

Ein weiteres Thema bildete der temporäre Schutzstatus für Personen aus der Ukraine. Die Teilnehmenden tauschten sich über die zukünftige Ausgestaltung und Weiterführung dieser Schutzmassnahmen auf europäischer Ebene aus. Ebenfalls erörtert wurden die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf die innere Sicherheit in Europa.

Regierungsrat Hubert Büchel unterstrich die Bedeutung einer engen europäischen Zusammenarbeit: „Ein sicherer und gut funktionierender Schengenraum bleibt eine zentrale Voraussetzung für Stabilität und Wohlstand in Europa. Gerade angesichts aktueller Herausforderungen ist ein enger Austausch zwischen den Staaten entscheidend.“

Das Treffen fand im Rahmen der laufenden Ratspräsidentschaft Zyperns statt, die im Juni zu Ende geht. Ab Juli 2026 übernimmt Irland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union.

Liechtenstein beteiligt sich als assoziierter Schengen-Staat regelmässig am Austausch auf europäischer Ebene und bringt sich aktiv in die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit in den Bereichen Migration und innere Sicherheit ein. (ots)