Leserbrief von Urs Kindle, Runkelsstrasse 17, Triesen
Abtreibungs-Befürworterin Eva Rieger wirft mir in ihrer freundlichen Leserbrief-Replik vom 17. Juni vor, ich könne mir nicht vorstellen, was für Opfer ein „ungewolltes Kind“ für eine junge Frau (Verzicht auf Karriere bzw. Betreuung und Finanzierung des Kindes etc.) oftmals bedeute. Doch frage ich mich: Warum verschliesst Frau Rieger die Augen vor der schauderhaften, bitteren Realität der Abtreibung? Es handelt sich hierbei um das Töten eines jungen, noch nicht geborenen Menschen – mit oftmals schlimmen psychisch-seelischen Konsequenzen für die Mutter. Wobei auch die religiöse Dimension der Tat in Betracht gezogen werden darf.
Ohne hier die oft grossen Konsequenzen einer ungeplanten Schwangerschaft für das weitere Leben der überrumpelten jungen Mutter kleinreden zu wollen, bin ich doch überzeugt: Wenn Mutter bzw. Verwandte und Unterstützer wirklich alle Hebel in Bewegung setzen, öffnen sich Türen, wo man es zuvor nicht erwartet hätte. Denn: Wo ein Wille, da ein Weg.
Es ist interessant, dass Abtreibungs-Befürworterinnen nie vom Recht des ungeborenen Kindes auf Leben sprechen, sondern in ihrer Egozentriertheit immer nur von einem sogenannten Selbstbestimmungsrecht der Frau. Wobei sie diese Unlogik und Ungerechtigkeit natürlich nie hinterfragen – da ja sonst ihr ganzes Argumentationsgebäude in sich zusammenbrechen würde…
Was Frau Rieger in ihrem Leserbrief übrigens auch nicht erwähnt, ist die Möglichkeit der Mutter, in einer äusserst verzweifelten Situation das Kind einem vertrauenswürdigen Ehepaar zur Adoption zu übergeben. Abtreibung ist meiner Meinung nach immer der schlechteste Weg – ein Gräuel sondergleichen.
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