Leserbrief von Beat Schurte, Breiten 19, Eschen

RadioL wurde jahrelang wie ein politisches Prestigeprojekt behandelt: teuer, ineffizient und chronisch defizitär — solange der Steuerzahler zahlte, war alles angeblich «medienpolitisch wichtig». Erst als das Volk die Reissleine zog, entdeckten dieselben Parteien plötzlich ihre Liebe zum Sender. Jetzt schieben sich die Verantwortlichen gegenseitig die Schuld zu. Die einen zeigen auf die DpL, die anderen auf Missmanagement. Denn wenn ein staatlich alimentiertes Radio trotz jahrelanger Warnungen und Finanzlöcher kollabiert, ist das keine Überraschung, sondern das Resultat politischer und unternehmerischer Unfähigkeit.

Besonders absurd wirkt das nachträgliche Gejammer jener Parteien, die RadioL zuvor selbst mit Verwaltungsratsromantik und Steuergeld am Leben hielten. Das Volk musste die Reissleine ziehen, weil Politik und Führung es nicht konnten.