FBP präsentiert sich in Ruggell als moderne, bürgerliche Volkspartei
Die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) hat an ihrem Parteitag im Gemeindesaal Ruggell sämtliche Anträge einstimmig oder mit überwältigender Mehrheit verabschiedet und damit wichtige Weichen für ihre organisatorische und politische Weiterentwicklung gestellt. Im Zentrum standen die Genehmigung der neuen Statuten, die Einführung eines Mitgliederbeitrags, personelle Veränderungen im Präsidium sowie die Präsentation des neuen Auftritts der Partei.
Parteipräsident Alexander Batliner ordnete die Beschlüsse als wichtigen Schritt in der Erneuerung der Partei ein. «Wir stärken die innerparteiliche Demokratie von unten nach oben», sagte Batliner. Mit den neuen Statuten werde die Basis bewusst gestärkt, die Mitsprache der Mitglieder ausgebaut und die Partei organisatorisch moderner aufgestellt. Zugleich betonte er den politischen Anspruch der FBP: «Die FBP ist heute geeint, fokussiert und entschlossen, ihre Rolle als führende Gestaltungskraft für Liechtenstein wieder wahrzunehmen.»
Stärkung der Ortsgruppen
Mit der beschlossenen Statutenrevision stärkt die FBP insbesondere die Mitwirkungsrechte ihrer Mitglieder und der Ortsgruppen. Vorgesehen sind unter anderem eine Delegiertenversammlung anstelle des bisherigen Landesvorstands, klar definierte Rechte und Aufgaben der Gremien sowie eine stärkere Verankerung der Sektionen. Neu wird zudem eine Sektion Wirtschaft geschaffen. Ebenfalls neu ist, dass künftig auch Ausländerinnen und Ausländer mit zivilrechtlichem Wohnsitz in Liechtenstein Mitglied der FBP werden können.
Neben der Statutenrevision genehmigte der Parteitag die Jahresrechnung 2025, nahm den Revisionsbericht zur Kenntnis und erteilte dem Präsidium die Entlastung. Ebenfalls mit Mehrheit beschlossen wurde die Einführung eines Mitgliederbeitrags. Auch personell wurden am Parteitag wichtige Entscheide getroffen: Lorenz Risch übernimmt das Amt des Vize-Präsidenten von Thomas Hasler. Serpil Yörümez folgt offiziell als Vorsitzende der Frauen in der FBP auf Ulrike Charles. Walter Fehr übernimmt den Vorsitz der Senioren in der FBP von Adi Blank und nimmt anstelle von Albert Kindle Einsitz im Präsidium. Die FBP würdigte zudem die Verdienste der scheidenden Mandatsträger Adi Blank, Ulrike Charles, Thomas Hasler, Albert Kindle und Karin Zech-Hoop.
Neuer Auftritt der Partei
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Vorstellung des neuen Auftritts der FBP. Dieser steht für eine moderne, dynamische und zukunftsgerichtete Partei. Batliner machte zugleich klar, dass die Erneuerung über das Erscheinungsbild hinausgeht: Der neue Auftritt sei Ausdruck einer umfassenden organisatorischen und inhaltlichen Weiterentwicklung.
Sabine Monauni unterstrich den politischen Anspruch der Partei
In ihren Schlussworten unterstrich Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni die Bedeutung dieser Erneuerung für die kommenden Jahre. «Unsere Partei erneuert sich. Mit neuen Statuten, mit einem neuen Auftritt und mit einem klaren Anspruch: Wir wollen eine moderne, bürgerliche Volkspartei bleiben, die nahe bei den Menschen ist, Verantwortung übernimmt und unser Land mitgestaltet», sagte Monauni. Gerade in einer Zeit wachsender Unsicherheiten brauche es Parteien, die Orientierung geben und Lösungen erarbeiten.
Mit Blick auf die Gemeinderatswahlen 2027 betonte Sabine Monauni die Bedeutung starker kommunaler Verankerung. «Die Gemeinden sind das Fundament unseres Landes», sagte sie. Dort werde Politik unmittelbar spürbar – von Schule und Verkehr über Infrastruktur bis zur Kinderbetreuung. Entsprechend klar formulierte sie den politischen Anspruch der Partei: «Unser Ziel muss klar sein: Wir wollen gestalten. Wir wollen Verantwortung tragen. Und wir wollen wieder die Mehrheit der Vorsteherinnen und Vorsteher stellen.» Der Parteitag setzte damit ein deutliches Signal für die kommenden Jahre: organisatorisch erneuert, personell breit abgestützt und politisch mit einem klaren Gestaltungsanspruch.
BILD: FBP Parteitag, im Gemeindesaal von Ruggell. Parteipräsident Alexander Batliner. Foto: ©Paul J. Trummer

