Rekordsieger Vaduz trifft auf den
FC USV Eschen/Mauren
Zum 79. Mal wird ein Final im Liechtensteiner Cup ausgetragen – zum 18. Mal lautet das Duell FC Vaduz gegen USV Eschen/Mauren. Am Dienstagabend (20 Uhr) zeigt sich, wer den Pokal in diesem Jahr in die Höhe stemmen darf.
Seit der Saison 2008/2009 gab es in jeder Cupsaison, die vollständig zu Ende gespielt wurde, einmal das Duell der beiden derzeit höchstklassierten Liechtensteiner Mannschaften FC Vaduz und USV Eschen/Mauren. Während es in der Saison 2023/2024 bereits im Viertelfinal soweit war, war es siebenmal eine der beiden Halbfinalbegegnungen und ebenso oft das Endspiel. In diesen 17 Duellen der letzten 15 vollständig gespielten Saisons lediglich im Final der Saison 2011/2012 die Oberhand.
Damals gelang dem Team von Trainer Uwe Wegmann der überraschende Erfolg im Penaltyschiessen, nachdem die Unterländer einen Zwei-Tore-Vorsprung von Vaduz in der Nachspielzeit egalisierten und in Unterzahl bis zum Penaltyschiessen kamen. Dort hielt der nunmehrige FCV-Schlussmann und Nationalgoalie Benjamin Büchel zwei Penalties seines aktuellen Arbeitgebers und feierte mit der USV den bislang letzten Cupsieg.
Doch zurück zur Gegenwart: Im Achtelfinal der diesjährigen Cupsaison ging es für die USV Eschen/Mauren gegen die zweite Mannschaft des FC Vaduz auch über die Verlängerung ins Penaltyschiessen. Dort hatten die Unterländer das bessere Ende für sich und sicherten sich nach Siegen in der regulären Spielzeit gegen FC Ruggell 1 (1:0) und FC Triesen (11:1) den Einzug ins Endspiel.
Weniger Spielzeit brauchte der FC Vaduz auf dem Weg zum 30. Finaleinzug in Serie. Im Achtel- und Viertelfinal war der amtierende Cupsieger auf der Leitawis in Triesenberg zu Gast. Nach dem 12:0 gegen die zweite Mannschaft folgte ein 5:1-Sieg gegen das Fanionteam des FC Triesenberg. Im Halbfinal setzte sich das Team von Trainer Marc Schneider mit 4:2 gegen den letztjährigen Finalgegner FC Balzers durch.
Am 20. Mai 2025 wurde den Zuschauern im Rheinpark Stadion ein packendes Final geboten, indem Balzers gegen den Challenge League Klub bis zur 65. Minute mit 2:0 in Führung lag, ehe die Residenzler die Aufholjagd lancierten und sich mit dem 3:2-Erfolg den 51. Cuptitel sowie die Teilnahme an der UEFA Conference League sicherten.
Die Generalprobe für das diesjährige Endspiel verlief bei beiden Finalisten durchwachsen. Der FC Vaduz musste sich am Samstag im Heimspiel gegen Stade-Lausanne-Ouchy mit einem 2:2-Unentschieden zufriedengeben. Nicht besser lief es für den FC USV Eschen/Mauren, der sein Heimspiel gegen SV Höngg mit einem 1:1 beendete.
An der traditionellen Pressekonferenz, an der sowohl der Trainer wie auch der Captain beider Finalisten vor Ort sind, blickten alle auf ihre persönlichen Cup-Erlebnisse zurück und sprachen auch über die besonderen Situationen solcher Spiele. Obwohl beide Mannschaften noch ihre Ziele in der Meisterschaft erreichen wollen, gilt der Fokus aktuell nur dem Cupfinal: «Wir wissen um die Bedeutung, denn die Teilnahme an der UEFA Conference League wäre für jeden Spieler wieder etwas Besonderes. Da kommen die Erinnerungen an die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League in der Saison 2019/2020 hoch», erklärten von Vaduzer Seite Marc Schneider und Benjamin Büchel.
«Für einen Spieler ist ein Cupfinal immer speziell und auch als Kind fieberte ich diesem Tag entgegen. Ich hatte das Privileg, dass ich mit Bazenheid einmal im Schweizer Cup gegen YB spielen durfte und das war natürlich ein grosser Tag für alle», blickt USV-Captain Bendegüz Györky auf das Spiel. Für seinen Trainer Patrick Winkler tut die Abwechslung gut: «Es ist schön, für ein Spiel einen anderen Druck zu haben. Nicht den Druck des nicht verlieren dürfen, sondern den Druck, gewinnen zu können. Wir geniessen das Spiel. Für alle, die unseren Saisonverlauf miterlebt haben, ist es eine Wohltat, dieses Spiel spielen zu dürfen. Wenn es nach uns geht, werden wir versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten und es geniessen, im Endspiel zu stehen.»
Anpfiff zum 79. Liechtensteiner Cupfinale ist am Dienstagabend, um 20 Uhr im Rheinpark Stadion in Vaduz. Tickets sind auf www.heimspiel.li erhältlich. Wer sich den Stadionbesuch nicht einrichten kann, kann auch im Livestream oder Liveticker auf www.lfv.li verfolgen, ob Vaduz den Pokal zum 52. Mal oder die USV zum 6. Mal in die Höhe stemmen kann.

