Leserbrief von Jo Schädler, Bendern

Zum Leserbrief von Werner Schädler Triesenberg von heute den 07.Mai, Vaterland Seite 8. Mit dem sinnigen Titel: „So manches geht bergauf und bergab“.

Wir erinnern uns noch gut und leidvoll daran, wie besagter Herr Schädler, damals noch im Amt eines Briefträgers im Alpengebiet, vor der Verfassungsabstimmung wie ein wild gewordenes Wildmanndli durch die Lande reiste und Vorträge für mehr fürstenlose Demokratie abhielt. So liess er sich sogar mit Foto und Kommentar, oben über dem Schloss im „Blick“, dem schweizerischen Volks- und Gesundheitsmagazin ablichten, um dem Landesfürsten den Garaus zu machen, ihn zu verscheuchen und uns hohlen Liechtensteinern die erpresserischen Absichten unseres Staatsoberhauptes vor Augen zu führen und uns wach zu rütteln.

Nach verlorener Abstimmung liess er sich nicht nehmen, unseren Streit in Nachbars Haus zu tragen, um dort im Schweizer Fernsehen, weiter gegen das dumme Liechtensteiner Volk auszuholen. Jener Demokratie und völkischer Selbstbestimmung die er damals forderte, fällt er heute mehr und mehr in den Rücken. Einer freien Meinungsäusserung, etwa in einem Leserbrief, begegnet er nicht etwa in der Sache selbst, sondern diffamiert den Schreiber persönlich und setzt alles daran, ihn als dumm darzustellen und ihn ins Lächerliche zu ziehen.

Ob sich jemals dort oben am Triesenberg ein fruchtbarer Boden und sei es in extremer Hanglage bilden kann und die Einführung, Pflege und Wahrung der wahren Demokratie und der freien Meinung, die uns unsere Verfassung garantiert überhaupt keimen und mit dem derzeitigen Personalbestand wird durchsetzen können, rückt nach dem heutigen, ernüchternden Leserbrief von Herrn Werner Schädler in weite Ferne und tief bergab.