Vom 15. bis 19. April 2026 fand in Istanbul die Frühjahreskonferenz der Interparlamentarischen Union (IPU) zum Thema «Hoffnung nähren, Frieden sichern und Gerechtigkeit für künftige Generationen ge-währleisten» statt. Über 1’500 Delegierte aus 126 Ländern tauschten sich zu aktuellen politischen und humanitären Herausforderungen aus. Liechtenstein war vertreten durch die Abgeordneten Dagmar Bühler-Nigsch (Delegationsleiterin) und Daniel Salzgeber sowie begleitet von Landtagssekretär Stefan Hassler und Delegationssekretärin Jessica F. Bucher.
In der Generaldebatte betonte die Abgeordnete Dagmar Bühler-Nigsch in ihrer Rede die zentrale Bedeutung von Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Multilateralismus für kleine Staaten. Der Abgeordnete Daniel Salzgeber hob im Namen der Jungparlamentarier die Rolle junger Menschen hervor und forderte deren stärkere Einbindung in politische Prozesse. Im Forum der weiblichen Parlamentarierinnen standen die Auswirkungen von Konflikten auf Frauenrechte im Fokus, wobei konkrete Massnahmen zur Förderung der Gleichstellung gefordert wurden. Die Delegation nahm zudem am Forum der Jungparlamentarier unter 40 Jahren teil – der Plattform zum Austausch über Massnahmen zur Förderung der politischen Teilhabe junger Menschen. Landtagssekretär Stefan Hassler vertrat Liechtenstein bei der Generalsekretären-Konferenz ASGP, in der sich die 95 anwesenden Leiter von Parlamentsverwaltungen aus 72 Ländern über die Funktionsweise von Parlamenten austauschten.
Aus der Konferenz ging die Istanbul-Deklaration hervor, in der sich die Delegierten zur Prävention von Konflikten, zum Schutz der Menschenrechte und zu einem Leben in Würde und Sicherheit bekennen.
Erste Generalsekretärin der IPU
Im Gemeinsamen Rat «Governing Council» wurde mit Anda Filip erstmals eine Frau zur Generalsekretärin der IPU gewählt. Die 58-jährige Rumänin wird das Amt in den kommenden vier Jahren ausüben und setzt sich für eine stärkere Rolle der IPU als Friedensstifterin ein.

