In einem herausfordernden Marktumfeld hat Bank Frick 2025 einen Gewinn von 9,2 Millionen Franken erwirtschaftet und ihre budgetierten Ziele leicht übertroffen. Mit Investitionen in strategische Projekte, Produkte und Personal hat sie ihre Wachstumsstrategie weiterverfolgt.
In einem von Marktturbulenzen, geopolitischen Unsicherheiten und Zinssenkungen geprägten Jahr erwies sich Bank Frick als widerstandsfähig: Das Geschäftsmodell bewährte sich, die Ertragslage zeigte sich 2025 robust.
Höhere Einnahmen beim Kommissionsgeschäft und Nettozinsertrag
Das spiegelte sich in den wesentlichen Ertragspfeilern der Bank wider. Der Nettoertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 6 Prozent auf 18,4 Millionen Franken – vor allem dank höherem Handelsvolumen und der gestiegenen Kundenaktivität. Auch der Nettozinsertrag legte um 2,3 Prozent auf 42,8 Millionen Franken zu, obwohl das Zinsumfeld die Branche insgesamt forderte. Der Handelserfolg blieb mit 29,1 Millionen Franken stabil.
Investitionen für solides Wachstum fortgesetzt
«Diese Ertragslage reflektiert die Stärken unseres Geschäftsmodells. Mit neuen Produkten wie VBAN diversifizieren wir unser Portfolio und durch regulatorische Projekte wie die MiCAR-Zulassung erschliessen wir neues Wachstumspotenzial», erklärt CEO Edi Wögerer. Der Nettogewinn, der sich im Vergleich zum Jahr 2024 leicht um 3,9 Prozent reduzierte, ist mit der Wachstumsstrategie von Bank Frick verbunden: Die Blockchain-Pionierin investierte für nachhaltiges Wachstum in strategische Projekte, neue Produkte und ins Personal. Der Geschäftsaufwand stieg um 3,8 Prozent.
Verwaltete Kundenvermögen und Netto-Neugeld
Per 31. Dezember 2025 lag das verwaltete Kundenvermögen (AuM) bei CHF 7,6 Mia. und damit 11,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend dafür waren einerseits moderate Mittelabflüsse, andererseits die Abschwächung des US-Dollars gegenüber der Berichtswährung (–12,7 %). Schwankungen und Bewertungseffekte bei den Anlagen im Kundenvermögen sind ebenfalls Faktoren, welche diese Entwicklung beeinflussten.
Nach Jahren des starken Ertragswachstums hat sich die Wachstumsdynamik in der Finanzbranche im derzeitigen Markt- und Zinsumfeld zwar verlangsamt. «Aber unser Geschäftsmodell ermöglicht uns in den kommenden Jahren weiterhin erhebliche Wachstumschancen. Wir investieren immer noch ins Wachstum und erzielen dennoch gute Gewinne. Dabei haben wir erst vorsichtig angefangen, zu optimieren und die Skalierungseffekte zu nutzen. Die Investitionen in neue Produkte und der Eintritt in ausgewählte Märkte über Hubs wie Dubai ermöglichen es, unsere Position als Produktführerin auszubauen», betont Verwaltungsratspräsident Mario Frick.
Blockchain Banking wächst weiter
Wachstumsfelder entwickelten sich 2025 weiterhin positiv: Das Interesse für digitale Vermögenswerte im traditionellen Finanzsektor wächst. So konnte die Bank die Neukundenzahl im Blockchain Banking im vergangenen Jahr erneut steigern und die Erträge erhöhten sich um 20,4 Prozent. Auch die Fonds-, Emissions- und Kapitalmarktlösungen entwickelten sich erfreulich.
Ausblick
2026 setzen sich geopolitische Unsicherheiten, Marktturbulenzen und das anspruchsvolle geldpolitische Umfeld fort. Eine risikobewusste und selektive Strategie hat der Bank in diesem Umfeld sowohl Stabilität als auch Fortschritte ermöglicht. «Mit unserem klaren strategischen Fokus sind wir überzeugt, auch 2026 flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können und trotz dieses Umfelds einen budgetierten Reingewinn von 8,4 Millionen Franken zu erzielen», sagt CFO Melanie Mündle.



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