Die Verfolgung homosexueller Menschen im Nationalsozialismus im Gau Tirol-Vorarlberg mit Blick auf die Zwischen- und Nachkriegszeit

Die Verfolgung homosexueller Menschen im Nationalsozialismus im Gau Tirol-Vorarlberg mit Blick auf die Zwischen- und Nachkriegszeit

Datum: Montag, 23. März 2026
Zeit: 18.30 bis 20.00 Uhr
Ort: Liechtenstein-Institut, St. Luziweg 2, Gamprin-Bendern

Referentin
Ina Friedmann ist Senior Scientist am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck mit Forschungsschwerpunkten zur Medizin und Wissenschaft im Nationalsozialismus sowie zum Umgang mit ‹normabweichendem› Verhalten im 20. Jahrhundert

Ina Friedmann berichtet am Liechtenstein-Institut über ihre aktuelle Forschung zur Verfolgung von homosexuellen Menschen im Nationalsozialismus im Gau Tirol-Vorarlberg.

In Österreich war mit dem § 129 Ib des Strafgesetzes «Unzucht wider die Natur mit Personen desselben Geschlechts» bis 1971 kriminalisiert. Die strafrechtliche Verfolgungsintensität variierte allerdings in den unterschiedlichen politischen Regimen des 20. Jahrhunderts. Ina Friedmann beleuchtet die rechtliche Situation in der Zwischenkriegszeit, die strafrechtlichen Verschärfungen zwischen 1938 und 1945 sowie die Handhabung des Delikts in der Nachkriegszeit.

Daneben liegt der Fokus auf der Umsetzung der Strafverfolgung im benachbarten Vorarlberg. Wie viele Menschen waren betroffen? Wie sind sie in den Blick der Behörden geraten? Und was geschah mit ihnen?

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung an info@liechtenstein-institut.li wird gebeten.
Im Anschluss sind die Anwesenden zu einem kleinen Apéro eingeladen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse!