Hegeschau 2026 mit Regierungschefin-Stellvertreterin
Sabine Monauni, Anna Weber, Kevin Marte. IKR
Austausch zu Jagd, Wildtiermanagement und Lebensräumen
Vaduz (ots) – Die Liechtensteiner Hegeschau 2026 fand am Samstag, 28. Februar 2026, im SAL in Schaan grossen Anklang. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten den Anlass, um sich über das vergangene Jagdjahr, die aktuelle Wildtierentwicklung und die vielfältigen Aufgaben der Jagd zu informieren. Die Veranstaltung wurde vom Amt für Umwelt in Zusammenarbeit mit der Liechtensteiner Jägerschaft organisiert.
Bereits am Nachmittag bot die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die heimische Wildtierwelt. Fachkundige Mitglieder der Jägerschaft standen dem Publikum für Fragen zur Verfügung und erläuterten Entwicklungen im Jagd- und Lebensraummanagement.
Im Rahmen der Abendveranstaltung betonte Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni die Bedeutung einer verantwortungsvollen Jagd für stabile Wildtierbestände und ein gesundes Ökosystem. Sie dankte der Jägerschaft und der staatlichen Wildhut für ihren Einsatz und hielt fest: „Die Jagd ist ein wichtiger Teil unserer Verantwortung für Natur, Artenvielfalt und Kulturlandschaft. Sie ist gelebter Naturschutz – und sie ist nur möglich dank Menschen, die mit Leidenschaft, Wissen und Respekt gegenüber der Natur handeln.“
Anschliessend gab Anna Weber, Leiterin Abteilung Wald und Landschaft, einen Rückblick auf das Jagdjahr 2025/2026. Dabei ging sie auf die Bestandsentwicklung, und die aktuellen Herausforderungen ein. Sie hob hervor, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wildbestand und Waldverjüngung weiterhin ein zentrales Ziel bleibt.
Kevin Marte, Präsident der Jägerschaft, ging in seinen Grussworten auf die Abschusszahlen ein und hob die zunehmend wachsende Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt hervor, verwies auf die Bedeutung der Wildtierpassage und sprach seinen Dank an die Kollegen sowie die Jagdhornbläser aus.
Zum Abschluss folgte ein Vortrag der Wildtierbiologin Nina Gerber, Geschäftsleiterin von KORA, zum Thema Luchs. Sie zeigte, welche Rolle der Luchs im Alpenraum spielt, wie sich sein Bestand entwickelt und welche Bedeutung funktionierende Wildtierkorridore für das langfristige Überleben dieser Art haben.
Musikalisch umrahmt wurde die Hegeschau durch die Fürstliche Jagdhornbläsergruppe. Die Besucherinnen und Besucher nutzten den Anlass für den fachlichen Austausch und vertiefende Gespräche, wodurch die Hegeschau erneut zu einer wichtigen Plattform für Wissenstransfer wurde.