Leserbrief von Achim Vogt (DpL), Gschindstrasse 33, Triesenberg
Politisch wird gern erklärt, man müsse nach vorne schauen und einen Schlussstrich ziehen. Doch ohne ehrliche Aufarbeitung lassen sich gesellschaftliche Krisen nicht abschliessen. Sie wirken weiter – in Gesetzen, internationalen Gesundheitsvorschriften, wirtschaftlichen Abhängigkeiten und gesellschaftlichen Spannungen.
Statt einer umfassenden Analyse der Covid-19-Pandemie beschränkte sich die öffentliche Debatte auf einzelne Massnahmen wie Maskenpflicht, Schulschliessungen oder Lockdowns. Die grundlegenden Fragen wurden ausgeklammert: Woher stammt das Virus? Wie konnten Impfstoffe in beispielloser Geschwindigkeit entwickelt und nach so kurzer Zeit zugelassen werden? Wie sicher ist die neue Impf-Technologie? Warum fehlen unabhängige Studien? Und weshalb sollen zentrale Studiendaten der Impfstoff-Hersteller bis zu 75 Jahre unter Verschluss bleiben?
Heute ist bekannt, dass die COVID-19-Impfung die Weitergabe des Virus nicht verhinderte und auch ihre Schutzwirkung wirft Fragen auf. Dennoch werden diese Impfstoffe weiterhin empfohlen, ohne dass offene Fragen systematisch aufgearbeitet würden.
Bleiben zentrale Punkte ungeklärt, entstehen langfristige Fehlentwicklungen. Verantwortung wird verschoben, Risiken externalisiert, Vertrauen schrittweise untergraben. Die Folgen zeigen sich nicht mehr im Alltag durch Masken oder Zertifikate, sondern in rechtlichen und politischen Strukturen.
Auf dieser fragilen Grundlage werden neue Mechanismen etabliert: Digitale Kontrollsysteme, digital steuerbares Geld, verkürzte Verjährungsfristen, begrenzte Haftung und vorbereitete Druckmittel zur Durchsetzung von Gehorsam. Nicht mehr die gesundheitliche Lage steht im Zentrum, sondern die Frage, wie weit Überwachung reichen darf und wie viel Zwang als legitim gilt.
Werden solche Entwicklungen nicht offen benannt und kritisch aufgearbeitet, verfestigen sie sich. Was als Ausnahme begann, wird zur Struktur. Die eigentliche Gefahr liegt dann nicht mehr in einer Krise selbst, sondern in den dauerhaften Fehlentwicklungen, die aus ihrem ungeklärten Umgang entstehen.
Was es jetzt braucht, ist eine offene, unabhängige und analytische Aufarbeitung – als Voraussetzung für Vertrauen, Verantwortung und demokratische Stabilität.
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