Post Triesen: Bürgerstimmen ernst nehmen

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Postfiliale Triesen.

Leserbrief 

In Triesen plant die Liechtensteiner Post die heutige, bewährte Postfiliale aufzugeben und die postalischen Dienstleistungen ins neue Einkaufszentrum in die Hände der Migros zu geben. Triesen hätte dann keine echte Post mehr, sondern nur noch einen Postpartner.

Dagegen formierte sich Widerstand. Petitionäre konnten annähernd 2’000 Unterschriften sammeln, die sich gegen diese Veränderung wehren. Sie wollen weder die Aufgabe der bewährten Postfiliale noch einen Dienstleistungsabbau. Dabei muss bedacht werden, dass Triesen mit seinen über 5’000 Einwohnern die drittgrösste Gemeinde in Liechtenstein ist und über ein sehr lebendiges Kleingewerbe verfügt. Gerade für die Unternehmer bringt die Veränderung nachvollziehbare Nachteile.

Es stellt sich ohnehin die Frage, wieso in Balzers und in der deutlichen kleineren Gemeinde Ruggell echte Postfilialen in den Einkaufszentren betrieben werden, in Triesen das aber aus Kostengründen nicht möglich sein soll? Wieso äussert sich der zuständige Minister Daniel Risch nicht in der Angelegenheit? Vielleicht, weil er als ehemaliger Kadermann der Liechtensteinischen Post diese Strategie mitgetragen hat?

Wir sind für die FBP auch als Landtagskandidatinnen angetreten, weil wir die Anliegen der Bevölkerung hören und ernst nehmen wollen. In diesem Fall gilt das für die berechtigten Anliegen der Petitionäre. Natürlich muss auch die Post wirtschaftlich handeln. Aber was in Balzers und Ruggell möglich ist, sollte auch in Triesen möglich sein.

Eva-Maria Bechter und Elke Kindle, Triesen