Impfungen in Liechtenstein gestartet

In Liechtenstein starten die Impfkampagnen heute Montag, 18. Jänner..

Impfungen in Alters- und Pflegeheimen bis Mitte nächster Woche abgeschlossen

 

Vaduz  – Regierungsrat Mauro Pedrazzini gewährte den Medienschaffenden am 18. Januar 2021 Einblick ins Impfzentrum auf dem Spoerry-Areal. Dort soll der größte Teil der Covid-19-Impfungen durchgeführt werden.

Zunächst werden in dieser und der nächsten Woche die Bewohnerinnen und Bewohner der Alters- und Pflegeheime und des Heilpädagogischen Zentrums sowie das entsprechende Personal in den jeweiligen Häusern geimpft. Im gleichen Zeitraum stehen auch die Impfungen für das Personal der medizinischen und pflegerischen Grundversorgung zur Verfügung. Ab Anfang Februar werden die Einwohnerinnen und Einwohner in absteigendem Alter für die Impfungen berücksichtigt. Im ersten Quartal 2021 stehen die Risikogruppen im Mittelpunkt der Impfungen gegen das Coronavirus. Im zweiten Quartal sollte genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, damit die die breite Bevölkerung geimpft werden kann. Für alle Personen sind zwei Impfungen mit einem Abstand von drei bis vier Wochen notwendig.

Ausschlaggebend für den Fortschritt der Impfungen in Liechtenstein sind die verfügbaren Impfdosen. Die Auswirkungen der am Wochenende bekannt gewordenen möglichen Lieferengpässe beim Impfstoff von Pfizer/BioNTech werden in der laufenden Planung berücksichtigt und haben keinen Einfluss auf bereits vereinbarte Termine. Neue Termine werden erst vereinbart, wenn die Liefersituation dies mit guter Sicherheit erlaubt.

Impfstart in den Alters- und Pflegeheimen

Bis Mitte nächster Woche erhalten alle impfwilligen und impffähigen Bewohnerinnen in den Häusern der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe (LAK), der Lebenshilfe Balzers sowie des Heilpädagogischen Zentrums die erste Impfung. Die zweite Impfung erfolgt im Abstand von drei Wochen. Die Impfbereitschaft der Bewohnerinnen und Bewohner ist hoch. Knapp 80 Prozent werden sich impfen lassen. Parallel dazu erhält auch das in den Häusern tätige Pflegepersonal die Möglichkeit sich impfen zu lassen. Diese Personen sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, da bei der täglichen Pflege sehr enger Kontakt zu den zu pflegenden Personen besteht. Insgesamt werden nach den Impfungen zusätzlich zu den Personen, die bereits eine laborbestätigte Covid-19-Erkrankung durchlebt haben, rund 54 Prozent der in der stationären Pflege tätigen Personen der LAK und der Lebenshilfe Balzers vor einer Erkrankung geschützt sein. Die Impfungen finden in den verschiedenen Alters- und Pflegeheimen dezentral statt.

Personal der medizinischen Grundversorgung wird in Impfzentrum geimpft

Ebenfalls noch bis Ende Januar wird das exponierte Personal der medizinischen und pflegerischen Grundversorgung geimpft. Neben den impfbereiten Ärztinnen und Ärzten sowie den medizinischen Praxisassistentinnen gehören auch das Personal des Landesspitals und der Familienhilfe sowie die Zahnärzte zu dieser Gruppe.

Diese Impfungen finden im Impfzentrum auf dem Spoerry Areal in Vaduz an einer zentralen Stelle statt. Um die Wichtigkeit von Impfungen für das Personal im Gesundheitswesen zu unterstreichen, haben sich Verantwortliche der Liechtensteinischen Gesundheitsversorgung impfen lassen. Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini, der Leiter des Amtes für Gesundheit Peter Gstöhl, die Amtsärztin Silvia Dehler, die Präsidentin der Ärztekammer Ruth Kranz sowie der ärztliche Direktor des Landesspitals Tomas Karajan erhielten die erste Impfung anlässlich eines Testlaufs im Impfzentrum. Damit setzen sie ein deutliches Zeichen für die besonders exponierten Personen im Gesundheitswesen.

Impfungen für Personen über 85 Jahren

Anfang Februar stehen Impfungen für Personen über 85 Jahren zur Verfügung. Diese werden ebenfalls im Impfzentrum auf dem Spoerry-Areal in Vaduz durchgeführt.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung, erfolgt die Anmeldung dieser Personengruppe nicht über ein Online-Portal, sondern per Telefon. In allen elf Gemeinden werden entsprechende Hotlines eingerichtet. Später werden Termine für Personen über 80 und über 75 Jahren freigegeben. Auch für sie ist eine Anmeldung per Telefon vorgesehen. Für Personen unter 75 Jahren wird die Anmeldung darauf online erfolgen.

Die Freischaltung der Telefonnummern und die Aufforderung zur Anmeldung werden erfolgen, sobald die Liefersituation des Impfstoffs dies erlaubt. Die kurzfristige Ankündigung von Pfizer/BioNTech, die Liefermengen drastisch zu kürzen, hat die ursprüngliche Planung verzögert. Es wird erwartet, dass im Laufe der Woche Klarheit herrscht über die tatsächlich in Liechtenstein zur Verfügung stehenden Mengen an Impfstoff. Danach erfolgt eine Information des Ministeriums für Gesellschaft.