«Ich habe mich stets der Sachpolitik verpflichtet»

Manuel Frick kandidiert erstmals für ein Amt in der Regierung, Regierungsluft hat er aber bereits in verschiedenen Bereichen geschnuppert. Seine politischen Interessen sind vielfältig und als Regierungsrat möchte er einen Beitrag für die Menschen in Liechtenstein und an die Gestaltung der Zukunft des Landes leisten.

Herr Frick, Sie sind politisch alles andere als ein unbeschriebenes Blatt, aber vom Gemeinderat in die Regierung ist der Schritt dennoch gross. Was hat Sie zur Kandidatur bewogen?
Manuel Frick:
Ganz so gross ist der Schritt für mich nicht, war ich doch, bevor ich das Amt des Generalsekretärs im Ministerium für Gesellschaft übernommen habe, Regierungsrats-Stellvertreter. Gleichzeitig arbeitete ich für die grösste Bank im Land als Kundenberater. Richtig ist, dass ich parallel zu meiner beruflichen Tätigkeit als Diplomat dem Gemeinderat von Balzers angehörte.

Im Reigen der Regierungskandidaten stechen Sie dieses Mal als Jüngster und als nur einer von zwei Männern heraus. Was bedeutet dies für Sie?
Für mich stehen die Qualifikationen und nicht das Alter oder das Geschlecht im Vordergrund. Gleichwohl freue ich mich ausserordentlich über die erstmalige Kandidatur einer Frau für das höchste Regierungsamt. Mit Sabine Monauni konnte die FBP eine sehr kompetente, engagierte, gradlinige und umgängliche Persönlichkeit finden, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Ich bin überzeugt davon, dass sie ein Gewinn für die Regierung, die Politik im Allgemeinen und das ganze Land ist.

Beruflich geprägt sind Sie vom aussen- und mittlerweile gesundheitspolitischen Bereich. Selbst wenn die Aufteilung der Geschäftsbereiche kein Wunschkonzert ist, sei die Frage erlaubt: Wo würden Sie sich in den kommenden vier Jahren am liebsten einbringen?
Ich bin sehr vielseitig interessiert. Aufgewachsen bin ich in einem Gewerbehaushalt, studiert habe ich Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und Europarecht, beruflich war ich bislang neben der Aussen- und Gesellschaftspolitik im Private Banking tätig und politisch habe ich im Gemeinderat das Umweltressort geleitet. Privat dreht sich für mich alles um meine Frau und unseren knapp zweijährigen Sohn. In der Freizeit interessiert mich insbesondere Kultur sehr. Anknüpfungspunkte hätte ich also zu allen Ministerien. Zudem bin ich überzeugt, dass es in allen Bereichen interessante Herausforderungen zu bewältigen gibt.

Wie bzw. auf welche Art und Weise würden Sie dies gerne machen?
Ich plädiere für Offenheit, Gradlinigkeit, Fairness und Sachlichkeit. Dies ist nicht nur in den politischen Prozessen wichtig, sondern sollte stets die Grundhaltung sein. Ich habe mich in meiner bisherigen beruflichen und politischen Tätigkeit stets der Sachpolitik verpflichtet und lasse Polemik im Hintergrund. Ich arbeite sauber und faktenorientiert und kann mich durchsetzen. Ich bin überzeugt, dass die besten Resultate erzielt werden, wenn auf diese Weise alle am gleichen Strick ziehen.

Stehen Sie auch dann für ein Amt in der Regierung zur Verfügung, falls die FBP der Juniorpartner in der Koalition sein sollte?
Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, um über Koalitionen und personalpolitische Entscheide zu sprechen, zumal solche Personalentscheide bei der FBP ausschliesslich vom Landesvorstand oder vom Parteitag getroffen werden. Zunächst stehen am 7. Februar 2021 die Landtagswahlen an. Alles andere folgt als Konsequenz auf die Resultate der Wahlen. Selbstverständlich würde es mich ausserordentlich freuen und ehren, wenn ich der neuen Regierung angehören, Regierungsverantwortung übernehmen und somit einen Beitrag für die Menschen, die in unserem Land wohnen, und an die Gestaltung der Zukunft unseres Landes leisten dürfte.

Welchen Appel haben Sie an die Wahlberechtigten?
In erster Linie: Üben Sie Ihre demokratischen Rechte aus und nehmen Sie an den Wahlen teil. Und in zweiter Linie: Unterstützen Sie die neun Kandidatinnen und elf Kandidaten der FBP. Wir treten mit einem äusserst kompetenten und ausgewogenen Kandidatenteam zu den Wahlen an. Sie bringen einen grossen Schatz an Erfahrungen aus dem beruflichen und privaten Leben mit, und ich bin mir sicher, dass jede und jeder Einzelne von ihnen eine Bereicherung für den Landtag wäre. Zudem können wir mit Inhalten punkten. Davon kann sich jeder und jede bei der Lektüre unseres Wahlprogramms überzeugen.