Einblick in die Nachwuchsabteilung des USV

168

Michael Frick ist beim USV Eschen/Mauren seit Juli 2019 Leiter der Nachwuchsabteilung und somit verantwortlich für die Entwicklung der Juniorinnen und Junioren. Wie überall hat Covid-19 auch beim USV den Trainings- und Spielbetrieb beeinträchtigt. Wir wollten wissen, wie seine Erfahrungen mit der vergangenen, schwierigen Saison waren und haben uns mit ihm darüber unterhalten.

Wie hast du die vergangene Saison erlebt, und was waren die grössten Herausforderungen?
Michael Frick:
Nachdem wir im Frühjahr keinen Fussball spielen konnten, galt unser Augenmerk ganz der Herbstsaison. Wir waren schon früh gut aufgestellt und konnten bereits im Juni den neuen Kadern Trainings anbieten. Unter der sportlichen Leitung von Julia Oehri konnten wir ein top Fussballcamp durchführen. Aber um deine Frage zu beantworten: Die Trainersuche ist heute eine der grössten Aufgaben. Anfang August ist uns ein Trainer im Kinderfussball weggefallen und wir standen plötzlich mit einem F-Team ohne Trainer da. Die Herausforderung besteht darin, in jeder Altersklasse kompetente Trainer zu haben. Dabei stehen die Sozialkompetenz, der Kinderschutz und vieles mehr im Vordergrund. Aber natürlich auch, den Kindern Fussball zu vermitteln.

Wie beurteilst du die aktuelle Situation bezüglich Corona, und denkst du, dass wir die nächste Saison im Frühling normal starten können?
Leider habe ich keine Glaskugel und selbst Experten tun sich schwer mit Vorhersagen. Wir planen ganz normal und hoffen, dass wir eine «normale» Frühjahrssaison haben werden.

Wie überwintert die Nachwuchsabteilung des USV die Saisonpause?
Covid-19 hat uns leider auch im Herbst gezwungen, eine Zwangspause einzulegen. Im Kinderfussball haben wir das Training nochmals aufgenommen. Wir haben gleich fünf Trainer mit Wohnsitz in Vorarlberg. Diese haben durch die aktuellen Massnahmen in Österreich gar nicht die Möglichkeit, in den Sportpark zum Training zu kommen. Wir müssen leider in eine verlängerte Winterpause.

Wann beginnt die Vorbereitung der Nachwuchsabteilung des USV auf die neue Saison und wie erfolgt diese?
Sollten wir nicht wie geplant im Januar mit dem Training beginnen können, arbeiten wir an einem Online-Trainingsplan.

Wie sind deine Erwartungen für die nächste Saison?
Gerne würde ich sportliche Ziele nennen. Im Augenblick ist es aber die Hoffnung, eine reibungslose und unterbruchsfreie Saison spielen zu können.

Wir haben erfahren, dass der USV ein neues Nachwuchs-Förderprogramm eingeführt hat. Kannst du uns dazu mehr Informationen geben?
Unter dem Motto «Wer die Jugend hat, hat die Zukunft» haben wir ein Förderkonzept für den 11er-Fussball erarbeitet. Hierbei geht es darum, die Juniorinnen und Junioren an den Aktivfussball heranzuführen. Wir geben den Spielerinnen und Spielern die Chance, immer wieder höherklassig zu trainieren. Gerade in unserer Zweiten Mannschaft, die sich in der 3. Liga hervorragend schlägt, haben wir schon eigene Junioren zu Stammspielern formen können. Diesen Weg wollen wir konsequent weiter gehen. Die langfristigen Ziele haben wir uns sehr hoch gesteckt und sind guter Dinge, dass wir auch einzelne Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die 1. Liga bringen können.