Einzigartige und attraktive Veranstaltung

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Schellenberger Gemeinderat legt Beitrag für den Verein The Princely Liechtenstein Tattoo  fest 

 

Der Gemeinderat von Schellenberg hat in seiner Sitzung vom 18.November den Beschluss gefasst, den Verein «The Princely Liechtenstein Tattoo» mit einem Beitrag von CHF 10.000 zu unterstützen sowie die Kosten für den Verkehrsdienst und die Kosten für das Werkhofteam zu übernehmen. Dies soll für die nächsten drei Veranstaltungen – alle zwei Jahre gelten. Der Beschluss erfolgte mit einstimmigem Entscheid.

Zu Gast im Gemeinderat sind Bettina Kaiser, Präsidentin und Pascal Seger, Vizeprä-sident vom Verein „The Princely Liechtenstein Tattoo“.

Im Jahr 2012 wurde „The Princely Liechtenstein Tattoo“ erstmals durchgeführt. Offizi-eller Veranstalter war das Unternehmen Impuls Est. die Eventagentur von Produzent Pascal Seger. Das „Princely Tattoo“ entwickelt sich über die Jahre enorm weiter und wuchs kräftig. Offizieller Veranstalter blieb jedoch die Impuls Est. welche zwischen-zeitlich ein Tochterunternehmen der Kontaktkomponisten GmbH. einer gemeinsamen Event- und Kommunikations-Agentur von Pascal Seger und Marcus Vogt, ist.

Die Trägerschaft resp. die Frage ob die Agentur, also ein kommerzielles Unternehmen, die richtige Trägerschaft ist, stellte sich immer wieder.

Zweck des neuen  Vereins

Deshalb wurde am 20.06.2020 in Schellenberg der „Verein The Princely Liechtenstein Tattoo“ gegründet. Der Zweck des Vereins kann gemäss Vereinsstatuten wie folgt zu-sammengefasst werden:

− Der Verein bezweckt die regelmässige Durchführung sowie Sicherstellung der Weiterführung des «The Princely Liechtenstein Tattoo».

− Der Verein strebt an, das «Princely Tattoo» in der internationalen Tattoo- und Musikszene noch stärker zu positionieren.

− Der Verein kann weitere Aktivitäten durchführen, die dem Vereinszweck dienen.

− Der Verein verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn.

Der Verein soll Träger der Veranstaltung sein und deren Zukunft sichern. Dafür ist der Vorstand möglichst breit besetzt. Es ist nicht Ziel, Mitglieder für den «Verein The Princely Liechtenstein Tattoo» zu werben. Diese können sich über den bestehenden «Princely Tattoo Förderverein» einbringen.

Attraktive Grossveranstaltung

Das Tattoo ist in der Gemeinde Schellenberg zu einer attraktiven und einzigartigen Grossveranstaltung geworden, die mit drei Abendshows 2’000 Zuschauer und 300 Teilnehmende nach Schellenberg bringt und weit über die Grenzen unseres Landes ausstrahlt. Das im Vergleich zu anderen Tattoo-Veranstaltungen in Europa relativ kleine Tattoo hat sich zu einem einzigartigen und sympathischen Botschafter für unser Land entwickelt. Hier einige Zahlen und Fakten zum Tattoo:

– 90% Wertschöpfung in Liechtenstein

– 17 Unternehmen aus Liechtenstein sind im Auf- und Abbau involviert

– 4’570 Mahlzeiten für die Teilnehmenden werden von ehrenamtlich tätigen Personen vorbereitet

– 5 Tage Aufenthalt der Teilnehmenden in Liechtenstein

– 1’200 Übernachtungen

– 5’000 Stunden ehrenamtliche Arbeit durch 110 freiwillige Helfer

– 150 Tonnen Material werden auf die Burg gebracht

– 28 Tage werden in den Auf- und Abbau investiert

– 100 Helikopter Flüge für Materialtransport

– 800 Stecker Verbindungen für Strom und Akustik werden verlegt

– 0 Nägel und Schrauben werden in den Burgmauern verankert

Budget von 700.000 Franken

Die finanziellen Aufwendungen für die Durchführung vom „The Princely Liechtenstein Tattoo“ belaufen sich auf 700’000 Franken, wovon rund 200’000 Franken in Form von gesponserten Leistungen beigesteuert werden.

Diese Zahlen zeigen eindrücklich auf, dass ein solcher Grossanlass nur mit der Unter-stützung von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aber auch von grosszügigen Sponsoren durchgeführt werden kann.  Schellenberg als Standortgemeinde vom „Princely Liechtenstein Tattoo“ soll einen Fi-nanzentscheid zur Unterstützung dieses Anlass fällen.

Debatte im Gemeinderat

Im Rahmen der Debatte wird die Frage gestellt, ob der Sponsoring Betrag auch aus-bezahlt wird, wenn die Veranstaltung z.B. aufgrund von Corona-Vorgaben abgesagt werden muss. Dazu führt Vorsteher Norman Wohlwend aus, dass dies vom Zeitpunkt der Absage abhängig ist und dies dann situativ vom Gemeinderat entschieden werden muss. Ein Gemeinderat merkt an, dass die Burgruine seiner Meinung der falsche Aus-tragungsort ist.