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Der Zuckermais

Zuckermais oder Süssmais (Zea mays Saccharata-Gruppe) ist eine Maissorte, die bei der Reife erst sehr spät ihren süßen Geschmack verliert und keinen ausgeprägten mehligen Geschmacksanteil zeigt. Eine bekannte Maissorte ist Golden Bantam.

Die meist als Futtermais in Europa angebauten Maissorten beginnen mit Ende der Milchreife einen mehligen Geschmack anzunehmen, der bis zum Ende der Teigreife zum Mehlgeschmack des abgereiften Maises wird. Der Zuckermais behält dagegen den süßen Geschmack des milchreifen Maises mit abnehmender Tendenz bis zum Ende der Teigreife bei. Auch das Stängelmark des Zuckermaises enthält Zucker, dies ist aber bei fast allen Maissorten der Fall (das Stängelmark dient dem Mais als Energiespeicher für die Kolbenentwicklung). Der abgereifte Zuckermais enthält im Korn keine Zuckerstoffe mehr und seine Körner sind ebenso mehlreich wie die anderer Maissorten.

Der Zuckermais kommt nach den Eisheiligen ins Beet, geerntet wird ab August. Hier eine Übersicht zu Anbau, Pflege und Ernte.

Botanik:
Zucker- oder Gemüse-Mais gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae).

Standort:
sonnig, nährstoffreicher, lockerer, humoser, warmer Boden (pH 6,5– bis 8,0);
300 Meter Abstand zu Futtermais, um Fremdbestäubung zu verhindern;

Fruchtfolge:
gedeiht gut nach Bohnen, Erbsen und anderen Leguminosen

Aussaat:
Vorkultur im April im Haus; von Mai bis Anfang Juni ersatzweise direkt ins Beet säen; 5 cm tief, auf 20 cm Abstand in der Reihe vereinzeln, zwischen den Reihen 40– bis 50 cm;

Wärmebedarf:
optimale Keimtemperatur (Boden) 13– bis 25 °C

Keimdauer
10– bis 15 Tage; optimales Wachstum bei 23– bis 30 °C

Bestäubung:
der Pollen wird mit dem Wind verteilt, deshalb unbedingt mehrreihig oder blockweise anbauen; bei einreihigem Anbau mangelhafte Bestäubung

Pflege:
während der Jugendentwicklung Unkraut jäten, den Boden flach lockern, mulchen; Pflanzen anhäufeln, bei Trockenheit giessen

Mischkultur – gute Partner sind:
Salat, Buschbohnen, Erbsen, Gurken, Melonen, Kürbisse, Tomaten, Zucchini

Ernte:
Zeitpunkt: August, September

Erntereif:
die Kolben sind erntereif, sobald sich der fädige Bart an der Spitze braun färbt und die Körner noch weich und hell sind. Dann ist der Zuckergehalt am höchsten. Die Kolben morgens ernten; ausbrechen, nicht schneiden.

Verwendung:
milchreife Körner roh knabbern, den Kolben dünsten, grillen oder in Wasser garen; die Körner vom Kolben schaben und roh oder erhitzt zubereiten; Körner und der gesamte Kolben eignen sich gut zum Einfrieren.

Inhaltstoffe:
Zucker, Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Mineralien (Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen, Natrium), Carotinoide, B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin E

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