Erfolgreicher Saisonstart für Lyonel Reichl

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Im Bild: Team von Lyonel Reichl - Godi Gaberthuel, Patrick Kalberer, Walter Gaberthuel v.l. zusammen mit Lyonel Reichl

Ein überzeugender Einstieg in die neue Saison gelang dem Nachwuchstalent des Motocross Club Triesen (MCCT) und so führt der Schweizer Meister des letzten Jahres das Klassement in der Kategorie 85ccm unangefochten an.

Die Vorbereitung begann jedoch nicht sehr vielversprechend für Lyonel Reichl. Gleich nach Weihnachten, am Stephanstag, brach sich der Nachwuchsfahrer bei einem Trainingssturz auf Sardinien (ITA) das Schien- und Wadenbein und so kippte die komplette Jahresplanung. Nach Abschluss der letzten Saison stiess im letzten Oktober mit Rene Ender ein neuer Trainer zum Team, der vor allem im Kraft- und Konditionsbereich mit dem 14-jährigen Schüler arbeitete und sich wegen der Verletzung seines Schützlings ebenfalls neu ausrichten musste. Fahrtraining war bis März nicht mehr möglich und die Coronakrise kam ebenfalls sehr ungelegen.

Härtetest in Tschechien
Bei den tschechischen Meisterschaften in Kaplice wagte Lyonel Reichl nach seiner Verletzung im Juli einen ersten Härtetest. Bei extremen Verhältnissen mit viel Regen und Schlamm verpasste er dort das Podest als Vierter denkbar knapp. Der zweite Lauf wurde dann auf Grund der widrigen Umstände abgesagt. Es zeigte sich aber, dass Reichl den hohen Belastungen standhalten und in sehr guter körperlicher Verfassung in die Schweizer Meisterschaft starten kann.

Führung in der Schweizer Meisterschaft
So gelang dem Schüler aus Frümsen, der die beiden ersten Wertungsrennen um die Schweizer Meisterschaft (FMS) mit seiner Kalberer-Husqvarna TC85 klar für sich entscheiden konnte, ein Auftakt nach Mass. In Sézegnin (GE) und im norditalienischen Ceriano Laghetto, wo diese ersten beiden Wertungsläufe stattfanden, siegte Lyonel Reichl in allen Läufen jeweils mit Start-Ziel-Sieg und deutlichem Vorsprung. Einzig am vergangenen Wochenende gelang ihm in Beggingen (SH) kein Vollerfolg. Nachdem er den ersten Lauf noch klar dominiert hatte, stürzte Reichl im zweiten Durchgang mehrmals und wurde im Feld bis auf Position 18 durchgereicht. «In dieser Phase des Rennes war Lyonel etwas zu ungeduldig und wollte nach dem ersten Sturz gleich wieder angreifen, was aber zu weiteren Stürzen führte», so Vater und Teamchef Peter Reichl, der ansonsten mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden war. Nachdem Lyonel Reichl nämlich seinen Rennrhythmus wieder gefunden hatte, startete er eine fulminante Aufholjagd und  sicherte sich in der letzten Kurve noch den vierten Platz, was ihm letztlich noch den 2. Rang in der Tageswertung samt schnellster Rennrunde einbrachte. Tagessieger wurde der Franzose Eliot Vidalenc auf seiner KTM.

Klassenwechsel steht an
Das Team um Lyonel Reichl arbeitet bereits jetzt schon auf die nächste Saison hin. So wurde er unlängst vom Team und seinem Mechaniker Patrick Kalberer mit einer neuen Maschine, einer Kalberer-Hasqvarna TC125, überrascht. Denn ein Wechsel in die nächst höhere 125ccm Kategorie muss auf Grund der gezeigten Leistungen die logische Konsequenz sein. Da die Europameisterschaften für dieses Jahr abgesagt wurden, absolviert der MCCT-Pilot seine Trainings jetzt hauptsächlich auf seinem neuen Arbeitsgerät. Für die nächsten Rennen im Rahmen der Schweizer Meisterschaft in Ichertswil (SO) wird Lyonel Reichl aber wieder auf seine 85-er Maschine umsteigen müssen, wenn die Titelverteidigung gelingen soll. Günther Büchel (bugu)