«An der S-Bahn profitiert nur die ÖBB»

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IG Mobiles Liechtenstein

wird verkündet. Ja, die ÖBB profitiert tatsächlich an der S-Bahn, denn ihre vornehmste Aufgabe ist es, Leute zu transportieren und dazu ist der Zusammenschluss des Vorarlberger Regionalnetzes mit dem Ostschweizer Regionalnetz das absolut probate Mittel.

Ein Verkehrsnetz bedingt das funktionale Verbinden von Knotenpunkten. Um dies zwischen Buchs und Feldkirch zu gewährleisten bedarf es der Zweigleisigkeit im Bereich Tosters und Nendeln und in der Schweiz zwischen Buchs und Sargans. Dann erst kann die Strecke Buchs-Feldkirch fahrplankonform und anschlusssicher ins Netz integriert werden. In der Schweiz sind dazu bereits alle Beschlüsse gefasst und die Kredite gesprochen, nachdem der Ausbau der S-Bahn dort per Volksabstimmung am 26. September 2010 mit 80,8% klar angenommen wurde. Diese schlichte Tatsache hat mit den Güterzügen, die auch auf unserer Strecke verkehren, rein gar nichts zu tun. Aber dem Railjet kommt die Zweigleisigkeit sehr gelegen und so wird Nendeln zur Station für diesen bedeutenden Zug, das ist doch gut.

Selbstverständlich werden die regionalen Züge dann auch rege benutzt, der Bedarf liegt ja buchstäblich auf der Strasse und zwar hauptsächlich bei uns.

Man muss weder Mitglied noch Sympathisant des VCL oder der LGU sein, um der S-Bahn die Zustimmung zu geben. Dazu braucht man keine Ideologie, nur biederen Hausverstand.

Ich finde die Idee gut, dass wir in der Schweiz die Benderer Rheinbrücke bis zum Autobahnanschluss bauen sollen. Das wird die Stadt Feldkirch animieren, den Kreiselanschluss nach Schaanwald, bis zur Rheinbrücke in Bendern zu verlängern. Es lebe und sterbe das Territorialprinzip!

Johann Ott, Vaduz
IG Mobiles Liechtenstein