Seniorenkolleg: Kontinuität steht für weiteren Erfolg

222

Das Seniorenkolleg Liechtenstein blickte anlässlich seiner Generalversammlung im Kulturhaus Rössle in Mauren auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Gleichzeitig genehmigten die Mitglieder das Programm für die kommenden Semester und bestätigten den alten Vorstand, der auch der neue ist, in seiner Arbeit.

«Die Denkfähigkeit trainieren, Neues lernen, Gründliches aus allen Wissensgebieten erfahren, die Welt verstehen, den Alltag meistern sowie, verbunden mit der reichen Lebenserfahrung, die eigene Kompetenz erhalten und sogar erweitern» – so lauten die Ziele aus dem Leitbild des Vereins Seniorenkolleg. 23 Vorlesungen fanden zu diesem Zweck für die Zielgruppe der über 60-Jährigen im vergangenen Kalenderjahr statt. Damit erreichten die hochkarätigen Referenten, mehrheitlich von der Universität und der ETH Zürich, aber auch aus der Region, 1375 Gäste. 155 mehr als im Vorjahr, wie Präsidentin Rita Kieber-Beck in ihrem Jahresbericht ausführte. Am besten angekommen sind dabei historische Themen, die – einen naturgeschichtlichen Vortrag eingerechnet – vier der ersten fünf Plätze in Bezug auf die Zuhörerzahl belegten. Diese vier Anlässe allein zogen fast 300 Gäste an.

Auf finanziell gesunden Beinen
Geprägt war das Jahr auch von der Suche nach neuen Lokalitäten. Der angestammte Vorlesungssaal in der Aula der Primarschule Mauren war aufgrund der Umbauarbeiten des Gemeindesaals nicht mehr nutzbar. Daher zog das Seniorenkolleg ins LAK-Haus St. Peter und Paul um, genoss aber für grössere Veranstaltungen auch im «Zuschg» in Schaanwald sowie für den traditionellen Literaturvortrag im Kulturhaus Rössle Gastrecht. «Dafür und natürlich auch für die finanzielle Unterstützung danke ich dem heute anwesenden Hausherren, Vorsteher Freddy Kaiser, sowie dem Maurer Gemeinderat ganz herzlich», sagte Rita Kieber-Beck.

Bedanken durfte die Präsidentin sich auch bei den Verantwortlichen der anderen vier Unterländer Gemeinden, welche den Verein zusammen mit weiteren Gönnern und Sponsoren grosszügig unterstützt haben. Dank ihnen allen sowie der Stiftung Erwachsenenbildung und den Mitgliedsbeiträgen, die auch im kommenden Vereinsjahr auf dem gleichen, erschwinglichen Niveau belassen werden, steht der Verein mit seinen 65 Einzelmitgliedern, 27 Familien- und sieben Firmenmitgliedschaften weiterhin auf äusserst gesunden Beinen.

Vielfältiges Programm ab dem Herbst
«Wir konnten komfortable Reserven anlegen, um unseren Verpflichtungen auch im Falle neuer Krisen wie der Corona-Pandemie jederzeit nachkommen zu können», sagte Rita Kieber-Beck. Die Entlastung des Vorstands sowie der Revisionsstelle und die Genehmigung der Jahresrechnung und des Budgets waren daher reine Formsachen. Dass der Vorstand sich geschlossen für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellte, sorgte dabei für Kontinuität und wurde von der Generalversammlung dankend angenommen.

Das Programm, mit dem das Seniorenkolleg seine Zuhörer ab dem Herbstsemester, bis zur Fertigstellung der Umbauarbeiten am Maurer Gemeindesaal vor allem im benachbarten Gemeindesaal Eschen, begeistern wird, stellte Peter Geiger vor. Der Vorsitzende der Programmkommission konnte mit den weiteren Kommissionsmitgliedern wiederum 23 Referenten für Vorlesungen gewinnen. Sie decken vielfältige Themenbereiche von der Geschichte über die Psychologie und die Naturwissenschaften bis hin zu theologischen Fragenstellungen und zur Rechtsmaterie ab. Dass der Vorstand dieses Programm gestern bereits genehmigt hatte, stand ausser Frage. Nach einer Reihe von Verdankungen stand schliesslich der gesellige Teil der ersten Vereins-GV unter Corona-Bedingungen an, die der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch taten.