Leserbrief von Herbert Elkuch, Gegenkomitee S-Bahn

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Die S-Bahn-Befürworter verstricken sich immer mehr in Kuriositäten, wie der Leserbrief einer Frau, Mitglied «IG Mobiles Liechtenstein», im Volksblatt am letzten Mittwoch aufzeigt. Der Railjet in Richtung Zürich musste angeblich in Nendeln warten, da ein anderer Zug habe kreuzen müssen. Deshalb sei er in Zürich verspätet angekommen.

Die gute Frau, die im Landtag mit ja stimmte, müsste wissen, dass mit der Investition von 71,3 Mio. das Problem der Zugverspätungen nicht behoben wird. Die Strecke Nendeln-Buchs bleibt weiterhin eingleisig. Die Züge Richtung Buchs müssen auch zukünftig in Nendeln warten bis die eingeleisige Strecke frei ist. Die 18 Befürworter im Landtag stimmten für eine eingleisige Strecke zwischen Nendeln und Buchs. Was übrigens brandgefährlich ist, wegen der statistisch viel höheren Unfallgefahr auf eingleisigen Strecken. Vor allem dann, wenn dazu noch bis zu 70 S-Bahn-Züge pro Tag auf der eingleisigen Strecke verkehren. Was für eine Katastrophe, wenn ein S-Bahnzug mit einem Güterzug zusammenstösst, der hochgiftige Chemikalien geladen hat.

Angedacht ist lediglich die Verlängerung der bestehenden Doppelspur in Nendeln Richtung Schaanwald. Damit könnten dann auch die langen Güterzüge der Zukunft mit 1’000 Meter Länge in Liechtenstein, zwischen Schaanwald und Nendeln, ausstellen. Die Strecke würde für Güter-Transit-Verkehr geeigneter und attraktiver. Für das Verlängerungsstück an die bestehenden Doppelspur in Nendeln müsste Liechtenstein insgesamt über 28 Mio. bezahlen und dazu noch eine grosse Fläche der raren Böden in Liechtenstein ins Eigentum einer ausländischen Firma übertragen, konkret an die ÖBB Infrastruktur AG. Das ist nicht enkeltauglich. NEIN zum Ausverkauf unserer Heimat.

Herbert Elkuch, Gegenkomitee S-Bahn NEIN