Moderne S-Bahn-Drehscheibe im Dreiländereck bedeutet für unsere Nachkommen «Zukunft»

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Es ist erwiesen, dass Regionen und Agglomerationen, welche die S-Bahnen ausbauten und ausbauen, einen grossen Aufschwung erfahren. Andere Regionen dagegen stagnieren oder verlieren ihre Wirtschaftskraft und damit an Wohlstand und Lebensqualität. Beide Entwicklungen gehen langsam und schleichend. Deshalb muss man die Weichen frühzeitig richtigstellen. Diese richtig gestellten Weichen sind dann vor allem für unsere zukünftigen Generationen sehr wichtig. Gegenüber unseren Kindern und Enkel stehen die heutige Generation sowie die heutigen Entscheidungsträger in der Verantwortung.

Die Nachbarn machen’s uns vor: Unsere Vorarlberger und St. Galler Nachbarn haben dies erkannt – sie bauen ihre S-Bahnen massiv aus. Für unser Land wird von der Bevölkerung bereits seit vielen Jahren gefordert und festgestellt, dass unsere Verkehrsprobleme nur in einem wohlabgestimmten Vorgehen mit unseren Nachbarn – regional und überregional – in einem gesamtheitlichen Mix gelöst werden können.

Die Gemeinden Liechtensteins, sechs Gemeinden aus dem Werdenberg, der Kanton St. Gallen sowie das Land Liechtenstein und auch die Stadt Feldkirch wirken in Mobilitätsfragen seit vielen Jahren eng zusammen, weil sie sich bewusst sind, dass wir hier in diesem Wirtschaftszentrum im Rheintal die Verkehrsproblematik nur gemeinsam lenken und einer zukunftsfähigen Lösung zuführen können. Die S-Bahnverbindung zwischen der schweizerischen und österreichischen S-Bahn ist dabei eines der wesentlichsten Projekte, weil eben täglich 20‘000 Menschen vom Kanton St. Gallen und aus Vorarlberg die Landesgrenzen queren und in unser Land zur Arbeit hinein- und hinausströmen.

Zudem arbeiten die Vorsteher der Unterländer Gemeinden und Schaan im Zusammenwirken mit der Regierung seit Jahren intensiv am Entwicklungskonzept Unterland plus Schaan. Auch in diesem Projekt ist die S-Bahn eines der wesentlichsten Rückgrate der gemeinsamen Mobilitätszukunft.

Seit einigen Mandatsperioden haben verschiedene Regierungen sowie ihre jeweiligen zuständigen Ministerien dem Aufruf der Bevölkerung Rechnung getragen. Diese langjährigen Vorarbeiten, die vorgenannten überkommunalen Entwicklungsprojekte sowie die verschiedenen Abstimmungen mit den Nachbarländern haben nunmehr zum Mobilitätskonzept 2030 geführt. Neben der grossen Zahl an geplanten Massnahmen steht dabei als erstes und ganz zentrales Projekt der Aufbau und Ausbau der S-Bahn und damit die Verbindung unseres Landes mit den zwei regional und überregional zentralen S-Bahnen als Zubringer unserer täglichen unverzichtbaren Arbeitskräfte zur Entscheidung an.

Nachdem die Gemeinden und das Land den Forderungen der Bevölkerung zur überregionalen Abstimmung sowie dem gesamtheitlichen Vorgehen nachgekommen sind, müssen wir diese nachhaltigen Bestrebungen mit einem eindeutigen Ja zur S-Bahn bestätigen und damit alle anderen Projekte ebenfalls auf die Schiene bringen. Im umgekehrten Fall würden wir wohl wiederum bei Feld 1 beginnen – diese Zeit haben wir nicht mehr!

IG Mobiles Liechtenstein – Paul Eberle, Eschen, Samuel Kaiser, Schaanwald, Hubert Müssner, Bendern, Ossi Öhri, Schaanwald, Isabell Schädler, Schaan und Hubert Sele, Triesenberg